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Die Gärtnerin von Versailles - Plakat zum Film

DIE GäRTNERIN VON VERSAILLES

("A Little Chaos")
(GB, 2014)

Regie: Alan Rickman
Film-Länge: 116 Min.
 
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 Kino-Start:
 30.04.2015

 DVD/Blu-ray-Start:
 03.09.2015

 Pay-TV-Start:
 08.02.2017

 Free-TV-Start:
 14.08.2018

"Die Gärtnerin von Versailles" - Handlung und Infos zum Film:


Sabine De Barra (Kate Winslet) ist eine hingebungsvolle und ehrgeizige Landschaftsplanerin mit einem Händchen für sinnliche und naturverbundene Arrangements. Die attraktive Witwe hofft auf einen bedeutenden Auftrag, als sie sich André Le Nôtre (Matthias Schoenaerts) vorstellt, dem obersten Gartenarchitekten des Königs. Dieser braucht dringend Unterstützung, denn König Ludwig XIV. (Alan Rickman) verlangt für Versailles eine Gartenanlage, die alles bisher Dagewesene übertreffen soll. Und zwar schnellstens.

Das Vorstellungsgespräch hat kaum begonnen, da ist es schon wieder vorbei – zu wenig stimmen Madame De Barras gestalterische Vorstellungen mit denen Le Nôtres überein. Er ist ein Verfechter von Ordnung und Symmetrie, sie eine Anhängerin von Anarchie und Chaos. Da scheint es keine Basis für eine Zusammenarbeit zu geben.

So kehrt Madame De Barra enttäuscht in ihr Haus zurück. Umso größer ist die Überraschung, als Monsieur Le Nôtre noch am selben Abend unangemeldet bei ihr auftaucht. Keiner der anderen Bewerber hat ihn überzeugt, und so gibt er der verdutzten Kollegin nun doch eine Chance. Allerdings nicht ohne sie darauf hinzuweisen, dass sich unter seiner Führung, die Anarchie dem königlichen Befehl und das Chaos dem Budget unterzuordnen habe. Die nächste Überraschung erlebt Sabine an ihrem ersten Arbeitstag. Sie soll jenen Teil ihrer Pläne in die Tat umsetzen, mit dem sie selbst am wenigsten gerechnet hat, und mitten in der Wildnis einen kreisrunden Garten mit Wasserspielen anlegen. In diesem "Ballsaal unter freiem Himmel" soll später einmal ein Orchester auftreten.

Sofort stürzt sich Sabine in die Arbeit. In kürzester Zeit entwickelt sie einen Plan für die Wasserversorgung, der auch Le Nôtre überzeugt. Und sie lässt sich auch nicht unterkriegen, als die ihr zugewiesenen Arbeiter sich ohne weitere Erklärung aus dem Staub machen, sondern ackert einfach im Alleingang weiter. Durch diese Hartnäckigkeit kann sie schließlich sogar ihren ehemaligen Konkurrenten Duras (Steven Waddington) von ihrem Projekt überzeugen. Er willigt ein, sie fortan als loyaler Vorarbeiter mit seinem erfahrenen Bautrupp zu unterstützen.

So lässt dann auch die erste Einladung in den Louvre nicht lange auf sich warten. Sabine ist überwältigt von der Menschenmenge am Hof Ludwigs XIV. Auf diesem Parkett fühlt sie sich bedeutend weniger wohl als in der freien Natur. Neugierig stürzen sich die Höflinge auf sie und beäugen die bodenständige Sabine abschätzig und mit großem Misstrauen. Lediglich der liebenswert exaltierte Herzog von Orléans (Stanley Tucci), seine Gemahlin Prinzessin Palatine (Paula Paul) und die Mätresse des Königs, Madame De Montespan (Jennifer Ehle), nehmen die Gärtnerin überaus freundlich in Empfang.

Auch Le Nôtre, von Natur aus eher schwermütig und wie Sabine ein Fremdkörper im vergnügungssüchtigen Hofstaat, begrüßt erfreut seine neue Kollegin. Ihm entgeht dabei nicht, dass sich seine extravagante Gattin (Helen McCrory) auf dem Fest mit einem anderen Herrn vergnügt. Aber an diese Art Eskapaden von Madame Le Nôtre hat er sich längst gewöhnt und sich innerlich von ihr distanziert.

Als die Königin unerwartet stirbt, fällt vorübergehend ein Schatten auf das muntere Treiben im Palast. Doch während König Ludwig noch den Tod seiner Gattin betrauert, werden im Hintergrund bereits neue Allianzen am Hof geschmiedet.

Auch die Arbeiten an Sabines Garten gehen unbeeindruckt davon weiter. Le Nôtre zollt ihr seine Anerkennung, und es wird allmählich offensichtlich, dass die beiden mehr als nur kollegiale Sympathie verbindet. Noch belassen sie es dabei, einander vorsichtig und mit respektvollem Abstand zu begegnen, obwohl die knisternde Spannung zwischen ihnen kaum noch zu übersehen ist. Aber äußerste Vorsicht ist geboten, denn André ist schließlich ein verheirateter Mann und Sabine hadert mit einem dunklen Geheimnis aus ihrer Vergangenheit.

Bei einer Pflanzenlieferung begegnet Sabine dem König – den sie zunächst allerdings mit einem Gärtner verwechselt. Nach anfänglicher Irritation weiß Ludwig die kuriose Situation durchaus zu schätzen: Selten bietet sich ihm die Gelegenheit, ein so „normales“ und persönliches Gespräch mit seinen Untertanen zu führen. So verbringen die beiden einen zauberhaften Nachmittag zwischen Blumen und Birnenbäumen, der Sabine später noch sehr nützlich werden soll.

Inzwischen ist auch Madame Le Nôtre nicht entgangen, dass das Herz ihres Mannes für Sabine schlägt. Und plötzlich zeigt sie sich von ihrer eifersüchtigen Seite. Sie appelliert an Le Nôtre, sie nicht aus seinem Leben auszuschließen. Aber dafür ist es längst zu spät. Madame Le Nôtre rächt sich auf ihre Weise: Sie stattet der Rivalin heimlich einen abendlichen Besuch auf der Baustelle ab und konfrontiert Sabine mit den möglichen Konsequenzen, sollte sie sich nicht von ihrem Gatten fernhalten. Und schlimmer noch: Unterstützt von ihrem Liebhaber nutzt Madame Le Nôtre einen hereinbrechenden Sturm, um Sabines Bauprojekt zu sabotieren. Sie öffnet eine Schleuse und sorgt dafür, dass der Fortschritt von Wochen buchstäblich weggespült und Sabine selbst in tödliche Gefahr gebracht wird...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 05.04.2015


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