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Dieses bescheuerte Herz - Plakat zum Film

DIESES BESCHEUERTE HERZ

(D, 2017)

Regie: Marc Rothemund
Film-Länge: 104 Min.
 
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 Kino-Start:
 21.12.2017

 DVD/Blu-ray-Start:
 26.07.2018

 Pay-TV-Start:
 07.04.2019

"Dieses bescheuerte Herz" - Handlung und Infos zum Film:


Jede Nacht ausgehen, saufen, seinen Audi R8 aus Versehen zuhause im Pool versenken, das findet Lenny Reinhard (Elyas M'Barek) ziemlich unterhaltsam. Sehr viel mehr macht er auch nicht, denn sein Studium hat er längst abgebrochen. Er wohnt in der Villa seines Vaters, verschwendet dessen Geld und hält sich für einen Lebenskünstler. Sein Vater hingegen arbeitet lange Tage im naheliegenden Klinikum Großhadern, dem größten Krankenhaus Münchens. Dr. Reinhard (Uwe Preuss) ist Herzspezialist, Witwer, und im Gegensatz zu seinem verantwortungslosen Sohn ein verantwortungsvoller Arzt. Anderswo in München, in einer tristen Hochhaussiedlung, liegt der 15-jährige David (Philip Noah Schwarz) im Bett und versucht zu atmen. Es klappt nicht richtig, die Luft wird ihm knapp. Seine Mutter Betty (Nadine Wrietz) muss sofort mit ihm ins Klinikum. Dort wird er von Dr. Reinhard betreut, sichtlich nicht zum ersten Mal. David ist herzkrank von Geburt an, er überlebt von Tag zu Tag. Ob er seinen 16. Geburtstag feiern wird, kann nicht mal Dr. Reinhard sagen. Aber der entwickelt jetzt einen Plan, der sowohl für seinen Patienten, wie auch für seinen Sohn, heilsam sein könnte: Er sperrt Lenny das Geld. Das wird er nur rückgängig machen, wenn Lenny sich um David kümmert. Vielleicht finden die beiden in dieser Kombination zu dem Teil der Realität, der ihnen jeweils fehlt.

Natürlich ist Lenny extrem genervt von der väterlichen Strenge. Aber was soll er machen, ohne Kohle? Also steht er bald danach im 9. Stock in Bettys Sozialwohnung und rümpft die Nase. Betty erklärt ihm, dass David seine Tage im Kinderhospiz verbringt, damit sie arbeiten gehen kann. Sie weiß, dass Lenny der Sohn von Dr. Reinhard ist und wundert sich, dass er gar keinen Beruf hat. Dann schickt sie ihn zu David, ins Hospiz.

Dort bekommt Lenny als erstes Davids Zustand erklärt: Nicht nur dessen Herz ist kaputt, sondern ganz viele andere Organe auch. Zum Gehen braucht er ein Stützkorsett, er darf sich nicht aufregen, nie anstrengen, die Sauerstoffflasche muss immer dabei sein, denn ihm kann jederzeit die Luft wegbleiben. Dieser Vortrag macht sogar in Lennys harte Schale einen Sprung. Er ist geradezu erleichtert, dass David aussieht wie ein schlecht gelaunter Teenager und sich auch so benimmt. Überhaupt herrscht im Hospiz keinerlei Dramatik, das überrascht Lenny. Genauso verwundert ist er, als David ihm zeigt, dass er hier zur Schule geht. Wieso Schule, wenn der sowieso stirbt, wundert sich Lenny, und zum ersten Mal muss David lachen. Das kennt er nicht, dass jemand so rücksichtslos ist. Lenny begleitet David heim. Im Hochhaus geht der Lift nicht, weil der blöde Herr Günther (Jürgen Tonkel) im 5. Stock ihn regelmäßig blockiert um David zu schikanieren. Also muss Lenny ihn auf dem Rücken durchs Treppenhaus tragen. Oben verabreden sie sich, am Samstag shoppen zu gehen, dann verschwindet Lenny wieder ins P1.

Der gemeinsame Tag im Olympia-Einkaufszentrum beginnt um 10 Uhr, für Lenny unerhört früh. David ist schwer aufgeregt, Lenny schwer verkatert. Bei einem Stütz-Kaffee lässt er David eine Liste aufstellen: Welche Wünsche sind ihm am dringlichsten? Dazu fällt David genug ein: erwachsene Klamotten, keine Aufpasser, Sportwagen fahren, und natürlich ist er neugierig auf Frauen. Er will nackte Brüste sehen, er will einem Mädchen rote Rosen schenken. Sein schwierigster Wunsch ist wahrscheinlich, die gestresste Mama glücklich zu machen. Lenny ist amüsiert, sogar ein bisschen gerührt. Von da an bestimmt diese Wunschliste die Aktionen der beiden ungleichen Kumpane, aber Lenny rät David, die Liste seiner Mutter nicht zu zeigen. Der macht den ersten Schritt in die Teenager-Rebellion und folgt diesem Rat.

Dann kriegt David alles, was man kaufen kann: Lederjacke, T-Shirt, Sneakers. Zufällig sieht alles genauso aus wie Lennys Klamotten. Lenny ist es peinlich, dass David ihn kopiert, aber offenbar ist er jetzt ein Vorbild. Ganz klappt das allerdings nicht, denn als David im Schuhgeschäft zusammenbricht, ist Lenny schlecht vorbereitet: Der Rucksack mit der Sauerstoffflasche ist weg! Panisch rennt Lenny herum und sucht, aber umsonst. Ein älterer Herr behält die Nerven, findet den Rucksack und legt David die Sauerstoffmaske an. Empört weist er Lenny darauf hin, dass David hätte sterben können. Das ist Lenny schon selber klargeworden, und es ist ihm echt zu viel: Er will Davids restliche Wünsche nicht erfüllen. Sie sind ihm zu schwierig, genau wie Davids Gesundheit.

Aber da versteht Dr. Reinhard keinen Spaß. Lenny hat seinen Auftrag abgebrochen, also fliegt er jetzt zuhause raus. Wütend säuft er sich nachts durch die Straßen bis ins Klinikum. Er will heimlich im Ärztezimmer pennen, stattdessen kotzt er dort alles voll. Dabei erwischt ihn die Assistenzärztin Julia (Lisa Bitter). Sie hat kein Mitleid mit dem betrunkenen Sohn ihres Chefs.

Lenny hat Gewissensbisse. Er kehrt zurück zu David und zeigt, dass er lustig und klug sein kann. Als spontanes Abenteuer klauen die beiden den hässlichen Flitzer von Herrn Günther. Vor der Stadt in einer Kiesgrube darf David selber ans Steuer, am Ende stellen sie das Auto wieder ab und schmuggeln sich mit Unschuldsmiene an der Polizei vorbei. Nach diesem Coup sind sie bester Dinge, denn beide haben etwas gelernt: Lenny passt auf, dass David sich nicht zu sehr aufregt, David kann jetzt lügen, stehlen, betrügen und autofahren. Das ist das Leben, das er spüren wollte, und auch Lenny wird klar: mit David hat er Spaß, dessen Begeisterung steckt ihn an.

Die nächsten Wünsche werden erfüllt. David geht mit Lenny in den Strip-Club, Lenny geht mit David in die Schule. Er schläft jetzt auch bei David, daheim darf er ja nicht rein. Lenny bucht für David ein Tonstudio, denn David will einen Song aufnehmen. Dort lernt er die 15-jährige Berlinerin Sarah (Trisha Moon Krieg) kennen, der er sofort rote Rosen schenkt. Lenny findet das etwas verfrüht, aber David weiß, er hat nicht viel Zeit – und Sarah findet es toll.

Schließlich nimmt Lenny David auch mit ins P1. David hat seine Puppe Anna dabei, das ist ein bisschen peinlich, aber Lenny merkt schnell, dass seine ignoranten Freunde noch viel peinlicher sind. Er verlässt mit David den Club, und er bedauert es nicht mal. Am Morgen danach hat David eine Krise. Diesmal ist es ernst, Dr. Reinhard muss operieren. Lenny wartet im Krankenhaus, bis er weiß, ob alles gut verlaufen ist. Von seinem Vater erfährt er schließlich, dass David nur 30% Überlebenschance hat. Erschüttert zieht er los und rettet Anna, die David im Nachtclub vergessen hat. Sie muss David Glück bringen!

Als David schließlich aufwacht, ist Lenny darüber mindestens so froh wie Betty. Er begleitet David durch die Reha, und zwei Tage vor Davids 16. Geburtstag hat er schon ein Geschenk: die Telefonnummer von Sarah in Berlin. Tatsächlich wird David nach Berlin fahren, wird in einer Limousine durch die Stadt gondeln, ohne Aufpasser, mit der süßen Sarah. Und neben ihr fühlt er sich zum ersten Mal so, wie sich alle verliebten Fünfzehnjährigen fühlen: Unsterblich...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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