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Fabian oder Der Gang vor die Hunde - Plakat zum Film

FABIAN ODER DER GANG VOR DIE HUNDE

(D/A, 2021)

Regie: Dominik Graf
Film-Länge: 176 Min.
 
  


 Kino-Start:
 05.08.2021

"Fabian oder Der Gang vor die Hunde" - Handlung und Infos zum Film:


Berlin 1931. Der ehemalige Germanist Jakob Fabian (Tom Schilling) verdient sich seinen spärlichen Unterhalt als Reklametexter. Tagsüber arbeitet er in der Werbeabteilung einer Zigarettenfabrik, nachts driftet er mit seinem besten Freund Stephan Labude (Albrecht Schuch) durch Unterweltkneipen, Bordelle und Künstlerateliers, bleibt dort aber im Gegensatz zu seinem wohlhabenden Freund ein einigermaßen distanzierter Beobachter. Ein Moralist, der auf den Sieg der Anständigkeit wartet, ohne recht daran zu glauben.

Vor dem Hintergrund einer zunehmend zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten zerklüfteten Gesellschaft träumt der Millionärssohn und Kommunist Labude von einer Revolution der Klassen und engagiert sich aktiv dafür. Fabian jedoch sieht in dem Aktionismus des Freundes keine reale Chance und antizipiert die politischen Ereignisse fatalistisch und ironisierend. Während Labude kurz vor seiner Hochzeit von seiner Verlobten betrogen wird und sich in zahlreichen Affären zu trösten versucht, begegnet Fabian in einem Kabarett der selbstbewussten Cornelia Battenberg (Saskia Rosendahl). Eine Frau, die eigentlich der Männerwelt abgeschworen hat und keine neue Beziehung sucht. Für Fabian aber ist sie der Lichtblick am düsteren Berliner Nachthimmel.

Es dauert nicht lange, bis sich zwischen beiden eine Liebesbeziehung entwickelt. Fabian fühlt sich herausgefordert von dieser besonderen Frau und schafft es dank Cornelia, seine pessimistische Grundhaltung abzulegen - jedenfalls für einen kurzen Moment. Wie viele seiner Kollegen fällt Fabian einer Entlassungswelle zum Opfer und verliert plötzlich seinen Job. Um sein neu gewonnenes Glück mit Cornelia nicht zu gefährden, entschließt er sich diesen Schicksalsschlag zu verheimlichen.

Cornelia, die als Justiziarin in einer Filmproduktionsfirma arbeitet, gibt zeitgleich den Avancen ihres Chefs, dem Filmproduzenten Makart (Aljoscha Stadelmann), nach, der sie mit dem Versprechen einer Karriere als Schauspielerin lockt und sie fortan beschatten lässt. Cornelia geht ein Verhältnis mit ihm ein und versucht, Fabian davon zu überzeugen, in ihrem beidseitigen Interesse zu handeln, als Existenzsicherung und bewusstem Karriere-Schritt. Fabian aber kann mit einem derartigen Arrangement nicht leben.

Er verlässt Cornelia, obgleich er weiß, dass er sie noch immer liebt. Der unvorhergesehene Selbstmord seines besten Freundes Labude stürzt Fabian noch tiefer in seinen Zweifel an der Welt. Auslöser von Labudes tragischer Tat war die angebliche Ablehnung seiner Habilitationsschrift - was sich jedoch als intriganter Scherz eines politisch rechtsnational gesinnten Kommilitonen und Rivalen herausstellt. Fabian spürt, dass die gemeinsame Welt vor die Hunde geht. Ohne eine letzte Aussprache mit Cornelia verlässt er Berlin und kehrt nach Dresden zu seinen Eltern zurück, in der Hoffnung auf dem Land ein wenig Schutz zu finden. Erst in der Distanz findet er die Kraft, sich noch einmal bei Cornelia zu melden, die inzwischen bereits auf dem Weg ist, der nächste große Stern am Kino-Himmel zu werden. In ihrer Entfernung nähert sich das Paar wieder an und die beiden verabreden sich zu einem Wiedersehen. Bei dem Versuch, einen in den Fluss gefallenen Jungen zu retten, ertrinkt Jakob Fabian jedoch…

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 14.07.2021


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