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Gut gegen Nordwind - Plakat zum Film

GUT GEGEN NORDWIND

(D, 2019)

Regie: Vanessa Jopp
Film-Länge: 122 Min.
 
  


 Kino-Start:
 12.09.2019

"Gut gegen Nordwind" - Handlung und Infos zum Film:


Eigentlich denkt der Linguist Leo Leike (Alexander Fehling), dass er in einer glücklichen Beziehung mit Marlene (Claudia Eisinger) lebt. Doch die gesteht ihm eines Abends, dass sie schon seit ein paar Wochen eine Affäre mit einem spanischen Piloten hat. Leo ist wie vor den Kopf gestoßen, wie paralysiert. Als er einen letzten, verzweifelten Versuch unternehmen will, die Beziehung mit Marlene zu retten, wird er von einer nervigen E-Mail gestört, offensichtlich ein Irrläufer.

Leo antwortet entsprechend: "Sie sind bei mir falsch. Ich bin privat. Ich habe: woerter@leike.com. Sie wollen zu: woerter@like.com. Sie sind schon der Dritte, der bei mir abbestellen will. Das Heft muss wirklich schlecht geworden sein.“ Nach der kurzen Antwort "Oh, Verzeihung. Und danke für die Aufklärung. Grüße, E.R.“ betrachtet der Linguist diesen E-Mail-Verkehr als beendet.

Unterdessen sucht Leo nach Zerstreuung. Denn mit Marlene scheint es definitiv nicht weiterzugehen. Gut, dass es seine Schwester gibt. Adrienne (Ella Rumpf ) bringt ihren Bruder nicht nur auf andere Gedanken, sondern hätte auch aus dem Kreis ihrer Freundinnen die eine oder andere Alternative zu Marlene parat. Doch der winkt erstmal dankend ab.

Nach einer kurzen, leidenschaftlichen Versöhnung mit Marlene sagt diese die geplante Paris-Reise über Weihnachten und Neujahr ab und beendet die Beziehung endgültig. Leo versucht sie umzustimmen und wartet sehnsüchtig darauf, dass sich Marlene bei ihm meldet. Da, endlich, eine neue Nachricht! Leo rast zum Laptop und… kann seine Enttäuschung nicht verbergen. Die Message stammt von Emma Rothner (Nora Tschirner), dem "Irrläufer“ von vor ein paar Tagen. Auf ihren Standardgruß "Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr wünscht Emma Rothner“ antwortet er nur lapidar: "Liebe Emma Rothner, herzlichen Dank für ihre überaus originelle Massenmail! Mfg, Leo Leike.“

Daraufhin entwickelt sich zwischen den beiden ein heftiges Wortscharmützel, das Beschimpfungen wie "passiv aggressiver Idiot“ enthält, aber auch eine kleine Diskussion über den Sinn und Unsinn von Wörtern, Leos berufsbedingtes Spezialgebiet, in Gang setzt. Das Ganze wird allerdings unterbrochen, als der Sprachenforscher einen Anruf von seiner Schwester erhält. Adrienne bittet ihren Bruder, Weihnachten im Kreis seiner Familie zu verbringen. Denn das mit Paris und Marlene sei ja wohl endgültig gestorben.

Gesagt, getan. Tatsächlich findet sich Leo wenig später im Haus seiner Mutter Vera an der Ostsee wieder. Mit dabei: Adrienne und ihr gemeinsamer älterer Bruder Marc samt dessen Frau und den beiden Töchtern. Leo versucht die Zeit mit seinen Verwandten zu genießen. Doch sein Kopf ist nicht wirklich frei dafür. Einen Augenblick später ertappt sich Leo dabei, wie er doch tatsächlich an diese Emma Rothner eine E-Mail schickt. Eine prompte Antwort lässt jedoch auf sich warten.

Weihnachten mit der Familie. Nach einer unbequemen Nacht unter dem Couchtisch versucht sich Leo aus dem Haus zu schleichen. Doch Adrienne wird wach, erwischt ihn quasi auf frischer Tat und drückt ihm – wie eine Komplizin– zum Abschied ein paar Silvester-Raketen in die Hand. Irgendwie muss Adrienne doch ihren Bruder zum Lachen bekommen!

Während der Heimfahrt durch die Nacht meldet sich Emma wieder. Der Austausch einiger philosophischer Gedanken mündet schließlich in immer persönlicher werdende E-Mails: "Liebe Frau Rothner, darf ich Emmi sagen?“ – "Ungewöhnliche Frage. An jemanden der Emm - A heißt.“ – "Sorry. Aber Emma stimmt irgendwie nicht. Sie scheinen mehr eine Emmi zu sein.“ – "Elaborieren Sie, bitte, Herr Linguist.“ Kurz darauf verabreden die beiden ein virtuelles Freundschaftsangebot, totale Anonymität und strengstes Google-Verbot inklusive.

In den folgenden Tagen und Wochen schreiben sich die beiden quasi täglich. Und so lernen sie sich Schritt für Schritt immer besser kennen. Ob im Gartencenter wegen eines kränkelnden Gummibaums, beim Einkaufen im Supermarkt oder später beim Pasta-Kochen zu Hause, Emmi ist bei allem, was Leo unternimmt, an seiner Seite – wenn auch nur virtuell.

Doch eines schönen Tages, Leo bespricht gerade mit seinem Professor die Arbeit mit den Studenten, erreicht den Linguisten eine Nachricht, genauer gesagt, ein Bild. Darauf ist eine winzige junge Frau zu sehen, die allein und lesend an einem Berghang sitzt. Daraufhin entspinnt sich folgender kurzer Textaustausch. Er: "Und wo bin ich?“ – "Genau das fragt mich mein Mann auch immer.“ – "Du bist verheiratet?“ – "Ja... glücklich sogar. "Was!?“

Leo ist schwer frustriert, dass die Frau, der er gerade seine intimsten Geheimnisse anvertraut hat, verheiratet ist, und zwar mit einem gewissen Bernhard (Ulrich Thomsen). Deshalb bricht er den Kontakt zu Emmi ab, denn diese völlig unerwartete Neuigkeit muss erst einmal verarbeitet werden.

Um auf andere Gedanken zu kommen, lässt er sich auf ein Date mit Clara (Lisa Tomaschwsky), einer von Adriennes heißen Freundinnen. Doch der Funke mag nicht so recht überspringen, was auch damit zu tun haben könnte, dass Clara am Ende des Abends sturzbetrunken ist. Jetzt sitzt sie in Leos Wohnung und er verbarrikadiert sich im eigenen Klo, um Emmi, ja, genau, Emmi eine Nachricht zu schreiben. Die antwortet prompt und die zwei überbieten sich gegenseitig an – allerdings eher zweitklassigen – Gleichnissen. Und während Leo weiter munter mit Emmi chattet, bittet er parallel Adrienne, ihre Freundin Clara mit irgendeinem Trick aus seiner Wohnung zu locken.

In den folgenden Tagen wird der Austausch von Informationen zwischen Emmi und Leo intensiver und intimer. Es fallen Sätze wie "Ich sehe Männer auf der Straße und frage mich, ob Du das bist“ oder "Wenn ich Deine E-Mails lese, erahne ich, in was für einer Stimmung Du bist. Ich spüre Deine Pausen zwischen den Wörtern.“ Und mit einem Mal gerät die vereinbarte totale Anonymität mächtig ins Wanken.

Leo ist es schließlich, der in die Offensive geht und Emmi folgenden Vorschlag unterbreitet: "Wir könnten uns im Messecafé Huber treffen“. Verknüpft mit folgendem Deal: Beide wissen ja noch immer nicht, wie der andere aussieht – deshalb darf keiner Signale oder Zeichen geben. Werden sie sich dennoch gegenseitig erkennen? Emmi geht auf diesen Deal ein.

Der Tag X ist gekommen, das "Treffen" im Messecafé Huber steht an, und für beide steigt die Spannung ins Unermessliche. Wie werden Sie reagieren, wenn sie sich tatsächlich erkennen sollten? Und wie wird es weitergehen, wenn die bisherige Anonymität plötzlich aufgehoben ist? Und wie könnte dann die Zukunft für die beiden aussehen? Oder wird es überhaupt eine gemeinsame Zukunft geben...?

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 04.09.2019


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