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Heinrich, der Säger - Plakat zum Film

HEINRICH, DER SäGER

(D, 2001)

Regie: Klaus Gietinger
Film-Länge: 94 Min.
 
  


 Kino-Start:
 16.08.2001

 Free-TV-Start:
 22.08.2003

"Heinrich, der Säger" - Handlung und Infos zum Film:


Nachts schlafen die Leute - auch in der deutschen Provinz. Nur der Säger ist mit einem Trennschleifer auf den Gleisen unterwegs und sägt Stücke heraus. Er glaubt so, die Kommerzbahn zur Rücknahme von Streckenstilllegungen, Entlassungen und Privatisierung zwingen zu können. Bislang ist alles gut gegangen, keine Spuren, keine Verletzten, "Heinrich" warnt rechtzeitig. Hinter seiner Maske verbirgt sich Bahnhofsvorsteher Kurt Grantke (Rolf Becker), eigentlich verantwortlich für den ebenfalls von der Stilllegung bedrohten Bahnhof Storchenroda und mit Leib und Seele Eisenbahner. Seine Tochter Teresa (Meret Becker) fühlt sich mit ihrem Leib hingezogen zum Briefträger Heiko (Alexander Beyer) und mit ihrer Seele zur heiligen Jungfrau Maria. Ein Konflikt, der zunächst unlösbar scheint.

Kommissar Stahl (Heinz Werner Kraehkamp) ist dem Säger auf der Spur. Unterstützt - oder behindert, darüber herrscht Unklarheit - wird er von seiner Assistentin Braun (Karina Krawczyk), einer jungen Polizistin, der es nicht nur in Kleiderfragen am richtigen Gespür mangelt. Kurt bekommt, wenn auch zunächst unfreiwillig, Unterstützung von Heiko, nebenberuflich Erfinder von elektronisch gesteuerten Weichenknackern. Als noch Tochter Teresa durch christliche Argumente von der gerechten Sache überzeugt werden kann, ist das Trio perfekt und erobert fortan als "Heinrich der Säger" die Herzen der Bevölkerung. Kommissar Stahl ist auch nicht untätig, er will den Säger dingfest machen, koste es was es wolle - auch eine Katastrophe. Das Trio geht derweil aufs Ganze: Ein Jubiläumsdampfzug soll entgleisen und mit ihm der gesamte Bahnvorstand...

Etwas "schräg" legt Klaus Gietinger seine Inszenierung an - ohne dabei zu übertreiben. Da wirkt Meret Becker etwas unnatürlich verschüchtert oder Karina Krawczyk für eine Polizeiassistentin doch etwas zu "schrill". Die Hauptperson ist jedoch mit Rolf Becker stockkonservativ besetzt - und das tut dem Film irgendwie gut und macht seinen besonderen Charme aus. Schließlich geht es ja "nur" um eine altmodische Eisenbahnlinie in Ostdeutschland ...


Die Redaktions-Wertung:50 %

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


Alle Preisangaben ohne Gewähr, Stand: n.n.

 
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