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Krieg der Knöpfe - Plakat zum Film

KRIEG DER KNöPFE

("La nouvelle guerre des boutons")
(F, 2011)

Regie: Christophe Barratier
Film-Länge: 100 Min.
 
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DVD:  12.99 EUR
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Blu-ray:  9.72 EUR
 


 Kino-Start:
 12.04.2012

 DVD/Blu-ray-Start:
 08.11.2012

"Krieg der Knöpfe" - Handlung und Infos zum Film:


Südfrankreich, März 1944: Es ist beschaulich im Dorf Longeverne. Doch plötzlich geraten die Brüder Gibus auf dem Schulweg in einen Hinterhalt: auf ihrem eigenen Territorium werden sie von den Jungs aus Velrans umzingelt und als "Schlappschwänze!" beschimpft. Unter großem Gejohle müssen die Brüder fliehen. Seit Jahren verbindet die Jungen und auch die Väter der beiden Nachbarorte Longeverne und Velrans eine herzliche Feindschaft.

Noch bevor die Brüder Gibus ihrem Anführer Lebrac Bericht erstatten können, gibt es ein neues Mädchen auf dem Schulhof zu bestaunen. Sie ist hübsch, heißt Violette, kommt aus der Stadt und ist die Patentochter von Mademoiselle Simone (Laetitia Casta), die Inhaberin eines Ladens in Longeverne. Die Jungs werfen Violette bewundernde Blicke zu – auch Lebrac gefällt die Neue. Aber zuerst muss er sich um Wichtigeres kümmern. Nachdem die Gibus-Brüder von dem Zwischenfall berichtet haben, ist Lebrac klar: Die Beleidigung als "Schlappschwänze" bedeutet Krieg!

Im Unterricht muss Lebrac nach der obligatorischen Morgen-Hymne auf den großen Marschall Pétain als Erster an die Tafel. Doch schon wenn es um den Fluss Loire geht, weiß Lebrac nicht mehr weiter. Mit Schlagfertigkeit und Witz versucht er sich aus der Affäre zu ziehen. Der Lehrer (Guillaume Canet) nimmt das einiger- maßen belustigt zur Kenntnis. Er mag seine Jungs und hält zu ihnen so gut er kann. Nach dem Unterricht verrät ihm der Kleine Gibus dann das große Geheimnis: es herrsche Krieg mit denen aus Velrans! Zu Hause hat Lebrac Streit mit seinem Vater (Kad Merad), weil er den verbotenen Sender Radio London einschaltet. Ärger mit seinem Vater ist Lebrac gewöhnt, aber je älter er wird, desto mehr versucht er dagegen zu halten.

Nachts schleicht sich Lebrac dann mit seinen Freunden aus dem Dorf, um die Beleidigung durch die Jungs aus Velrans zu rächen. Sie schreiben mitten auf den Dorfplatz des feindlichen Terrains: Alle aus Velrans sind Hosenscheißer!

Als plötzlich ein patrouillierender LKW voller deutscher Soldaten durchs Dorf rollt, geht im allgemeinen Durcheinander der Flucht der Kleine Gibus, der Kleinste und Jüngste der Longeverne-Bande, verloren. Er wird ausgerechnet vom schwer angetrunkenen Vater (Gerard Jugnot) des verhassten Aztec, Anführer der Velrans, aufgelesen. Der ehemalige Soldat sieht in dem Kleinen den Geist seines Kameraden aus Indochina. Er trinkt mit ihm einen Schnaps nach dem anderen, was auch dem Kleinen großen Spaß bereitet. Als er den Kleinen Gibus endlich gehen lässt, ist dieser heiter angetrunken und torkelt laut singend durchs Dorf. Dort sammeln ihn seine Freunde dann ein.

Am nächsten Morgen in der Schule wird wieder Violette – die Neue – bewundert. Lebrac will vor seinen Kumpels angeben und geht auf Violette zu. Gut, dass aus der Ferne keiner mitbekommt, wie das Mädchen Lebrac abblitzen lässt. Sie mag nur Intellektuelle, keine Draufgänger. Lebrac nimmt den Schlagabtausch jedoch als positives Signal – die wird er schon rumkriegen!

Aber auch nach der Schule geht alles schief.

Auf einem Bootssteg werden die Longeverner überrascht und von Aztec und seiner Bande ins Wasser geworfen. Nun ist der Krieg unvermeidlich. Eine große Schlacht in der Sandgrube, die tags darauf folgt, endet mit einem Triumph für Longeverne. Dem Gefangenen aus Velrans werden nicht nur die Schnürsenkel und Hosenträger aufgeschlitzt, sondern auch sämtliche Knöpfe mit einem Messer abgeschnitten. "Das ist psychologische Kriegsführung", weiß La Crique, der "Professor" unter den Kindern, und der Kleine Gibus hat eine gute Idee: Er ruft den "Krieg der Knöpfe" aus! Wer am Ende mehr Knöpfe erbeutet, hat gewonnen.

Lebrac interessiert sich zunehmend für Kriege, Kämpfe und Strategie. Bei einem Schulausflug in ein Museum der Antike bewundert er den fast nackten Krieger mit Schwert und die griechische Kriegsstrategie. Als der Museumsführer die Statue als Beweis für die Überlegenheit der arischen Rasse darstellt, widerspricht der Lehrer dieser Herrenmenschenideologie ganz offen. Er gerät immer öfter in Konflikte mit den Kollaborateuren des Vichy Regimes.

Als im Dorf mitten am Tag eine jüdische Familie von der Miliz verhaftet und brutal in ein Auto gezerrt wird, greift der Lehrer ein. Auch weil "seine" Kinder, vor allem Violette, betroffen und fassungslos zuschauen. Ein Vertreter der Miliz ist Brochard, sein ehemaliger Schüler, der nie besonders hell im Kopf war und nun mit den faschistischen Ideen sympathisiert.

Abends in der Kneipe versucht Brochard die Dorfbewohner auszuhorchen, um belastende Informationen über den Lehrer zu sammeln. Der gerät unterdessen fast in eine Prügelei, als bei einem Kneipengespräch die Ehre von Mademoiselle Simone durch primitivsten Klatsch in Frage gestellt wird. Den Lehrer und Simone scheint eine vergangene Beziehung zu verbinden.

Unterdessen schwimmt Lebrac auf einer Erfolgswelle. Es kommt zu weiteren Schlachten zwischen den Jungenbanden, bei denen dank Lebrac die Jungen aus Longeverne meistens siegen. Den Höhepunkt bildet sein "griechischer Sieg", bei dem seine Kämpfer nur spärlich bekleidet sind – die Idee ist aus der Not geboren: so kann man bei ihnen keine Knöpfe erbeuten! Auch mit Violette läuft es immer besser. Für die Planung der Kampfstrategie leiht sie ihm ein Buch über die Punischen Kriege, das sie von ihrem Vater bekommen hat.

Abends werden Violette und Simone vom Lehrer besucht, der ihnen Lebensmittel mitbringt. Simone nennt ihn bei seinem Vornamen Paul. Die beiden sind sehr vertraut, streiten sich jedoch über die Formen des Widerstandes gegen die Nazis und die französischen Kollaborateure. Simone wirft Paul vor, sich arrangiert zu haben.

Noch am nächsten Morgen im Unterricht ist Paul übel gelaunt und bestraft Lebrac diesmal mit Nachsitzen, weil er wieder einmal nicht gelernt hat. Auch der Sohn des Bürgermeisters Bacaillé und La Crique müssen länger bleiben. Dadurch sind die Longeverner für eine weitere Schlacht kampfunfähig. Aber Aztec akzeptiert die Parlamentäre mit der weißen Flagge nicht. Er nimmt die Brüder Gibus gefangen und lockt so auch Lebrac in eine Falle. Auch dem Anführer von Longeverne werden sämtliche Knöpfe von Hemd und Hose abgeschnitten. Als Lebrac sich danach unbeobachtet fühlt, weint er. Ohne Knöpfe nach Hause zu kommen bedeutet wieder Ärger, vor allem mit seinem Vater.

Auf dem Nachhauseweg trifft er Violette, vor der er sich mit seiner hängenden Hose und dem offenen Hemd schämt. Aber Violette nimmt ihn mit zu sich und näht ihm die Knöpfe wieder an – lauter verschiedene, die sie in Simones Nähkästchen findet. Auch am folgenden Abend schleicht sich Lebrac nach einer gewonnenen Schlacht zu Violette.

Da verrät sie ihm ihr Geheimnis: Sie heiße Myriam, sei Jüdin und komme aus Paris.

Aber nicht immer verstehen die beiden sich so gut. Lebrac, der Violette jetzt mit zu den Treffen seiner Bande nimmt, möchte eine Hütte bauen. Violette gibt dabei Tipps, weil ihr Vater Architekt ist. Das führt zu einem Gesichtsverlust des Anführers und Streit. Vorwurfsvoll sagt Violette zu Lebrac: "Ich bin ein Mädchen aus der Stadt, aber du kletterst ja nur auf Bäume".

Wieder zu Hause fängt sich Lebrac auch noch von seinem cholerischen Vater eine Ohrfeige ein. In der Nacht findet der Junge jedoch heraus, dass sein angeblich so unpolitischer Vater nicht nur Mitglied der Résistance ist, sondern in seinem Haus auch heimliche Treffen mit anderen Kämpfern stattfinden. Das beeindruckt Lebrac und lässt ihn wieder Achtung für seinen Vater empfinden. Am nächsten Morgen entschuldigt er sich beim Vater, den er damit völlig verblüfft zurücklässt. Der Lehrer Paul, ebenfalls geheimes Mitglied der Résistance, warnt unterdessen Simone vor den Schnüffeleien des Bürgermeisters, der Papiere von Violette sehen will. Als Sekretär im Bürgermeisteramt kann er Violette jedoch vorerst schützen.

Die Zeit vergeht und Longeverne feiert glänzende Siege über Velrans. Auch im Kampf Mann gegen Mann kann Lebrac Aztec besiegen. Die Kriegstrophäen werden immer mehr, die Hütte der Longeverner ist fast fertig und für die feierliche Siegesfeier klaut jedes Kind zu Hause ein bisschen Essen. Nur Bacaillé, der Bürgermeistersohn, bringt nichts mit und wird von der Gruppe ausgeschlossen und gedemütigt. Der selbst ernannte Monarchist verrät daraufhin das Versteck an den Feind Aztec, der die Hütte mit seiner Bande niederbrennt. Die Jungs können gerade noch fliehen, doch Lebrac ist tief verletzt und getroffen: das Lager mit seinen Freunden war sein Zuhause.

Als Bacaillé als Verräter identifiziert wird, bestraft ihn Lebrac drakonisch: Bacaillé wird gefangen genommen und dem Zorn aller Jungen ausgeliefert. Violette ist entsetzt, sie versucht Lebrac zur Vernunft zu bringen und wirft ihm Foltermethoden der Nazis vor. Als Lebrac nicht auf sie hört, läuft sie davon.

Dann überschlagen sich die Ereignisse. Bei einem offiziellen Treffen mit Abgeordneten des Dorfes, auch Kollaborateur Brochard ist anwesend, wollen sich die Jungs bei Baccaillé entschuldigen – doch dieser, verletzt und gedemütigt, nimmt die Entschuldigung nicht an, schlimmer noch, er versucht sich zu rächen und verrät dabei Violette und den Vater von Lebrac. Nun wird es für alle Dorfbewohner ernst. Die Kollaborateure wollen sie auf keinen Fall unterstützen, alltägliche Feindschaften hin oder her. Lebracs Vater und Paul, der Lehrer, organisieren geschickt den Widerstand und alle helfen – Große und Kleine, aus Longeverne oder Velrans...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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