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Kurische Nehrung - Plakat zum Film

KURISCHE NEHRUNG

(D, 2001)

Regie: Volker Koepp
Film-Länge: 91 Min.
 
"Kurische Nehrung" auf DVD bestellen
DVD:  15.70 EUR
  


 Kino-Start:
 02.08.2001

 DVD/Blu-ray-Start:
 25.07.2006

"Kurische Nehrung" - Handlung und Infos zum Film:


Wo die Memel durch ein Delta ins Haff mündet, trennt eine Landzunge Ostsee und Haff: Die Kurische Nehrung, ein achtundneunzig Kilometer langer Strich Land, der Cranz (Selenogradsk) im Süden mit Sandkrug (Smiltyne) im Norden verbindet. Vom Ufer des Haffs bis zum Strand der Ostsee sind es dabei oft nur wenige hundert Meter. Sturmfluten teilten hin und wieder die Nehrung.

Zwischen Kiefern und Erlen hat der Wind die Wanderdünen vor sich her geschoben: Der Sand hat manches Dorf begraben. Sarmatische Ufer, Baltische Völker und Jahrhunderte deutscher Geschichte. Bald nach dem ersten Weltkrieg wird die eine Hälfte der Kurischen Nehrung mit dem Memelland litauisches Staatsgebiet, und nach dem zweiten Weltkrieg der bis dahin noch deutsche Teil dem russischen kalinigradskaja oblast, dem Königsberger Gebiet zugeschlagen und ist für Jahrzehnte unerreichbar.

Volker Koepp und sein Kameramann Thomas Plenert zeigen eine Landschaft und ihre Bewohner. Wolken treiben über die Dünen hinaus aufs Meer. Ihre Schatten wandern über den Sand. Der Wind faucht ins Mikrophon. Die Menschen suchen nach ihrem kleinen Glück. Die Orte des Films liegen beiderseits der Grenze, zwischen den Dünen. Nidden, das litauische Nida und Rossitten, russisch: Rybatschi.

Seit dem 19. Jahrhundert wird die Kurische Nehrung und das Fischerdorf Nidden von Reisenden, Malern und Schriftstellern entdeckt. Wilhelm von Humboldt, dem ohne die Kurische Nehrung ein wunderbares Bild in der Seele fehlen würde. Lovis Corinth und Max Pechstein. Thomas Mann, der sich in Nidden ein Sommerhaus baut. Nach dem Krieg muss Litauen Sowjetrepublik werden. Doch anders als im russischen Teil der Nehrung bleiben hier einige Deutsche in ihren Heimatorten. Menschen wie die Rentnerin Renate, die 1961 einen russischen Matrosen geheiratet hat und in eigensinnig schönem Deutsch aus ihrem Leben erzählt.

In Rossitten werden wie überall im nördlichen Ostpreußen nach 1945 die übrig gebliebenen Deutschen abtransportiert und verschiedene Nationalitäten aus der Sowjetunion angesiedelt, wie der russische Filmvorführer, dem gerade seine Arbeit abhanden gekommen ist oder der Fischer mit seiner Frau, die verliebt im Gartenlokal sitzen und sich ein zweites Kind wünschen. Allen gemein ist der trotzige Optimismus mit dem sie dem Leben entgegentreten. Keine Maske, sondern der Ausdruck einer Ganzheit von Mensch und Landschaft.

Auf Verordnung des zuständigen UNESCO-Ausschusses wurde die Kurische Nehrung in die UNESCO-Liste für Weltkultur- und Naturerbe als eine “Kulturlandschaft, die ein Beispiel der harmonischen Koexistenz von Natur und Mensch darstellt”, eingetragen.

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


Alle Preisangaben ohne Gewähr, Stand: n.n.

 
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