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Lars und die Frauen - Plakat zum Film

LARS UND DIE FRAUEN

("Lars And The Real Girl")
(USA, 2007)

Regie: Craig Gillespie
Film-Länge: 106 Min.
 
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 Kino-Start:
 13.03.2008

 DVD/Blu-ray-Start:
 12.08.2011

 Pay-TV-Start:
 12.10.2009

 Free-TV-Start:
 19.10.2011

"Lars und die Frauen" - Handlung und Infos zum Film:


Lars Lindstroms (Ryan Gosling) Kontakt zu seinen Mitmenschen beschränkt sich auf ein Minimum. Zurückgezogen und isoliert lebt er in einer kleinen Wohnung über der Garage des elterlichen Hauses, die er nur für seine Arbeit in einem grauen Bürogebäude und zum Gottesdienst verlässt. Da seine Mutter bereits bei seiner Geburt starb und kürzlich auch noch sein Vater aus dem Leben schied, beschränkt sich Lars’ Familie auf seinen älteren Bruder Gus (Paul Schneider) und dessen schwangere Frau Karin (Emily Mortimer).

Alle Versuche, den schüchternen, zurückgezogenen Einzelgänger aus seiner selbst gewählten Isolation zu locken, scheiterten kläglich. So sehr sich Gus und Karin auch bemühen, Lars will und kann sein Schneckenhaus nicht verlassen, obwohl er unter seiner Einsamkeit mehr leidet, als er nach außen hin zeigen will. Auch die zaghaften aber eindeutigen Annäherungsversuche seiner süßen Kollegin Margo (Kelli Garner) verschrecken ihn eher, als dass sie ihm helfen. Eine Veränderung des Zustands ist nicht in Sicht, bis ihm ein Kollege im Internet eine Website zeigt, auf der RealGirls angeboten werden – anatomisch korrekte, lebensgroße Sexpuppen, deren Aussehen man selbst bestimmen kann. In Lars arbeitet es und wenig später bringt die Post ein Paket.

Gus und Karin fallen aus allen Wolken, als Lars ihnen seine neue Begleitung vorstellt. Vor ihnen steht Bianca, nach Angaben von Lars eine attraktive, halb dänische und halb brasilianische Missionarin im Rollstuhl, die sich eine Auszeit genommen hat, um die Welt richtig kennen zu lernen. In Wahrheit allerdings ist Bianca eine der RealGirls, eine nach eigenen Wünschen angefertigte Puppe in Lebensgröße. Zaghaft versuchen Gus und Karin Lars darauf hinzuweisen, dass seine Freundin, nun ja, nicht echt ist. Doch Lars interessiert dies scheinbar nicht. Für ihn ist Bianca real - und seine Freundin.

Gus und Karin sind mit der Situation reichlich überfordert, denn der Verdacht liegt nahe, dass Lars nun endgültig den Verstand verloren hat. Ärztliche Hilfe ist von Nöten und so überredet man Lars zusammen mit Bianca zu Dr. Dagmar Berman (Patricia Clarkson) zu gehen. Natürlich unter dem Vorwand, man wolle sicher gehen, dass sich der plötzliche Klimawechsel vom sonnigen Brasilien in den Winter des Mittleren Westens nicht nachteilig auf Biancas Gesundheit auswirkt.

Doch Gus und Karin erhoffen sich von der erfahrenen Psychologin Klarheit über Lars’ Geisteszustand. Und so untersucht Dr. Berman nicht nur Bianca, sondern auch Lars. Allerdings ist ihre Diagnose nicht ganz das, was Gus und Karin erwartet haben, denn Dr. Berman ist der Ansicht, dass die beiden tatsächlich so tun sollen, als ob Bianca eine reale Person sei. Sie erklärt den beiden, dass man Lars nur dann behandeln könne, wenn man auch Bianca behandelt.

Also diagnostiziert sie eine seltene Krankheit bei der Plastikfrau, die es erforderlich macht, dass Bianca regelmäßig in die Praxis kommen muss. Jeder dieser Besuche gibt nun Dr. Berman die Möglichkeit, sich in Ruhe mit Lars über Biancas Probleme zu unterhalten. Und so erhält sie nach und nach auch Zugang zu Lars und dessen innerer Isolation. Einstweilen müssen Gus und Karin mitspielen und ihn ermutigen, Bianca ins soziale Leben des Städtchens einzubinden. Was nicht ganz einfach ist, denn wie soll man den Einwohnern des kleinen Städtchens klar machen, dass Lars sich in eine Plastikfrau verliebt hat?

Doch nach und nach gewöhnen sich die Einwohner an den Anblick von Lars und Bianca. Denn natürlich will man Lars damit helfen. Besonders die rüstige Rentnerin Mrs. Gruner (Nancy Beatty), die Lars schon immer so mochte, wie er ist, hilft mit, wo sie kann, um Lars und Bianca ins soziale Gefüge der Kleinstadt zu integrieren. Und dann ist es ausgerechnet die Plastikpuppe Bianca selbst, die schließlich das Eis bricht. Sie erweist sich als ungemein nützliches Mitglied der Gemeinde. Im Kindergarten scharen die Kinder sich um sie, wenn sie ein Audiobuch vorliest; in einem Bekleidungsgeschäft wird sie als Model eingesetzt; Mrs. Gruner sorgt dafür, dass Bianca einen ehrenamtlichen Job im Krankenhaus bekommt.

Und schließlich macht sie auch noch im Schulrat eine gute Figur. Auf einer Party steht sie im Mittelpunkt. Lars ist so entspannt, dass er sich nicht nur unter Leute wagt, sondern sogar auf dem Tanzboden ein paar unbeholfene Schritte hinlegt. Lars ist stolz auf Bianca. Er blüht sichtlich auf. Und bei einem gemeinsamen Ausflug in den Wald zeigt er ihr die Orte seiner Kindheit und gesteht ihr auf seine Weise seine Liebe, indem er ihr eine romantische Serenade trällert. Auch bei Dr. Berman macht Lars Fortschritte: Während Bianca im anderen Behandlungszimmer wartet, gesteht er ihr seine panische Angst, von anderen Menschen berührt zu werden – ein Problem, das er mit Bianca nicht hat. Und auch über andere heikle Themen spricht er mit der Ärztin, die ihm den nötigen Trost spendet und immer die richtigen Ratschläge bereithält. Das Resultat ist, dass Lars beginnt, sich sichtlich und spürbar zu verändern. Einerseits lernt er, dass auch Bianca ein Anrecht auf ein eigenes Leben hat, andererseits wagt er sich selbst aus seinem Kokon hervor und entwickelt erstmals so etwas wie Selbstvertrauen.

Als Bianca wegen ihrer Verpflichtungen wieder einmal keine Zeit für ihn hat, lässt Lars sich von Margo überreden, mit ihr zum Bowling zu gehen. Bald schon gesellen sich noch ein paar andere Typen aus der Stadt zu ihnen, und Lars hat den Abend seines Lebens. Entsprechend muss er feststellen, dass ein unbekanntes Gefühl in ihm erwacht, als Margo ihm ihren neuen Freund, einen anderen Kollegen der beiden, vorstellt: Er ist eifersüchtig. Die wachsende Zuneigung zu Margo stürzt ihn aber auch in einen Gewissenskonflikt: Wie kann er für eine andere Frau etwas empfinden, wo er doch Verantwortung für Bianca trägt? Lars steht vor der größten Entscheidung seines Lebens, und das Zusammenleben mit einer Plastikpuppe ist weit komplizierter, als man sich das so vorstellt…

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 24.12.2007


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