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Mein Blind Date mit dem Leben - Plakat zum Film

MEIN BLIND DATE MIT DEM LEBEN

(D, 2016)

Regie: Marc Rothemund
Film-Länge: 111 Min.
 
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 Kino-Start:
 26.01.2017

 DVD/Blu-ray-Start:
 27.06.2017

 Free-TV-Start:
 14.10.2018

"Mein Blind Date mit dem Leben" - Handlung und Infos zum Film:


Lebhaftes Treiben in der Hotelküche. Unter den wachsam-neugierigen Augen des jungen Saliya Kahawatte (Kostja Ullmann) entstehen feine Speisen für anspruchsvolle Gäste. Es ist der letzte Tag seines Schülerpraktikums und danach ist für den jungen Mann klar: Seine Zukunft ist das Hotel. Das berichtet er am Abend auch seiner Familie, seiner Mutter (Sylvana Krappatsch), seinem aus Sri Lanka stammenden Vater (Sanjay Shihora) und seiner jüngeren Schwester Sheela (Nilam Farooq).

Aber die Wirklichkeit holt ihn schnell ein, und das brutal. Gerade hält Sali, wie Freunde und Familie ihn nennen, ein Referat im Deutschunterricht am Kant-Gymnasium in seiner Heimatstadt Neustadt, als er plötzlich seine Notizen nicht mehr entziffern kann. Ein kleiner grauer Fleck mitten im Auge, der größer wird. Mit seiner Familie geht er sofort zum Augenarzt, der für Sali eine niederschmetternde Diagnose hat: Er leidet an einer irreparablen Netzhautablösung. Nur durch eine schnell eingeleitete Operation können noch rund 5% seines ursprünglichen Sehvermögens gerettet werden.

Der ehrgeizige Sali ist geschockt. Zwar unterstützen seine Mutter und seine Schwester ihn so gut sie können, aber was er nun anfangen soll, weiß er noch nicht. Sein Vater dagegen kann mit der Situation überhaupt nicht umgehen und verschließt sich gegenüber seinem Sohn. Erst möchte er Sali auf eine Spezialschule schicken, doch dieser weigert sich beharrlich. Er will das Abi an seinem Gymnasium durchziehen.

Und was ihm keiner zugetraut hätte, schafft Sali dann doch: Er hängt sich voll rein und schafft sein Abi mit 2,7. Was für ihn ein riesiger Erfolg ist, scheint dem Vater nichts zu bedeuten. Zwischen den beiden herrscht mittlerweile Funkstille.

Währenddessen hat Sali auch an seinem Berufsziel festgehalten: die Ausbildung zum Hotelfachmann. Nach unzähligen Absagen landet er bei der Arbeitsagentur. "Herr Kahawatte, seien Sie realistisch, hören Sie auf zu träumen!" Diesen Satz kann Sali längst nicht mehr hören. Und Sali denkt gar nicht daran, diesem für ihn unsinnigen Rat zu folgen. Kurzerhand streicht er den Absatz über sein Augenleiden aus dem Bewerbungsschreiben und schickt seine Unterlagen an eines der besten Hotels Deutschlands, den Bayerischen Hof in München. Und: Er wird zum Gespräch eingeladen!

Mit seiner Mutter und Sheela reist er nach München zum Bewerbungsgespräch. Während die beiden draußen bleiben, beginnt in der luxuriösen Empfangshalle der Rundgang mit dem Personalleiter Fried (Alexander Held), zu dem sich plötzlich noch ein weiterer Bewerber gesellt: Max Schröder (Jacob Matschenz). Dessen Termin war eigentlich schon vor einer Stunde und fast würde Sali ihm seine schwache Ausrede abnehmen. Aber Max' verrauchte Klamotten und die stattliche Alkoholfahne sprechen eine andere Sprache. Auch sein offensichtliches Desinteresse verrät Sali alles über Max' Motivation. Und auch Max merkt schnell, dass mit Sali etwas nicht stimmt. Zu oft biegt er falsch ab, stolpert und schaut immer leicht an ihm vorbei. Bei einer kritischen Frage greift Sali dem unwissenden Max unter die Arme. Von alledem bekommt der selbstbewusste Personalchef gar nichts mit und am Ende haben Sali und Max einen Ausbildungsvertrag in der Tasche ... und sind Freunde geworden.

Ihre erste Ausbildungsstation im Bayerischen Hof ist der Room Service. Betten machen, Spiegel putzen, das sind für Sali schon zwei große Herausforderungen. Max, der gelangweilte und zur Ausbildung verdonnerte Sohn eines Restaurantbesitzers, lehrt Sali, wie man einen Spiegel schlierenfrei putzt. Dafür verrät Sali ihn nicht, wenn er Max mal wieder mit einem weiblichen Gast in der Badewanne einer Suite erwischt.

Die nächste Station ist die Küche. Der Ton ist rau und die Arbeit ist hart, doch in dem afghanischen Spüler Hamid (Kida Khodr Ramadan) findet Sali schnell einen weiteren Vertrauten. Abends, als Sali mal wieder den Müll rausbringen muss, hört er eine junge Frau singen. Er ist fasziniert von der schönen Stimme und - wie er Max am nächsten Tag beichtet - sofort verliebt.

Bei der Unbekannten handelt es sich um Laura (Anna Maria Mühe) vom Biohof, die täglich Waren für das Nobelhotel anliefert. Damit Sali sie kennenlernen kann, lotst Max unter einem Vorwand den Lager-Verwalter von der Laderampe. Keine Frage: Zwischen Sali und Laura knistert es.

Doch am Abend kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall: Als er zum ersten Mal an einer großen Aufschnittmaschine die Wurst schneiden soll, fügt Sali sich einen tiefen Schnitt im Daumen zu. Der Küchenchef Krohn (Michael Grimm) wird misstrauisch und beordert ihn abends zu sich, stellt ihn zur Rede. Damit ist Sali offiziell aufgeflogen und glaubt, das sei das Ende seiner Ausbildung. Zu seiner Überraschung gibt ihm Krohn aber noch eine Chance. Gemeinsam bauen die beiden die Maschine so oft auseinander und wieder zusammen, bis Sali sie im Schlaf beherrscht. Doch ein dicker Wermutstropfen liegt über dem Glück: Max hat Laura für ihn ausgespäht - und die hat einen festen Freund. Sali stürzt sich wieder in die Arbeit.

An seiner nächsten Station kann Sali seine Stärken voll ausspielen. Es ist die Rezeption. Freundlich, zuvorkommend und ungemein eloquent bedient Sali die Hotelgäste und erinnert sich bei Stammgästen vieler Details. Keine Frage: Mittlerweile ist Sali im Bayerischen Hof angekommen. Er hat Freunde, die ihm helfen und eine Arbeit, die ihn erfüllt.

"Willkommen in der härtesten Station"

Die vierte Station ist die Bar, die von dem zu Recht gefürchteten Kleinschmidt (Johann von Bülow) geleitet wird. Kleinschmidt duldet keine Fehler und bei der dritten Abmahnung ist für jeden Lehrling die Ausbildung sofort beendet.

Parallel: Sali hilft immer wieder Hamid in seinen Behördenangelegenheiten. Als Laura das mitbekommt, findet sie Sali gleich noch sympathischer. Bei ihrem nächsten Gespräch kommt heraus, dass sie sich von ihrem Freund getrennt hat. Sali nimmt seinen ganzen Mut zusammen und lädt Laura zum Essen ein.

Doch in der Falk's Bar des Bayerischen Hofs läuft es nicht gut. Sali kann nicht einfach umsetzen, was Kleinschmidt den Azubis beibringt. Er kann die Flaschen für die Cocktails und Longdrinks nicht unterscheiden und es ist ihm nicht möglich, die Tischnummern zu erkennen. Kleinschmidt hat ihn sofort auf dem Kieker. Die ganze Sache droht im Chaos zu enden. Es ist wieder an Max, Sali zu helfen: Er nimmt Sali nachts in eins der Restaurants seines Vaters mit. Sie mixen Cocktails und das ganze endet zwar in einem veritablen Besäufnis, aber auch mit deutlich gefestigten Kenntnissen in der Bar. Trotzdem bleibt Kleinschmidt misstrauisch. Irgendetwas stimmt nicht mit Saliya Kahawatte, den er geringschätzig "Krawatte" nennt.

Besser läuft es bei Lauras und Salis erstem Date. Die Anziehung zwischen den beiden ist eindeutig und die beiden verabreden sich am Wochenende an der Isar. Und dass die neu gewonnene Freundin ihn mit ihrem Sohn bekanntmachen will, ist vielversprechend.

Doch nichts bleibt wie es ist. In der Nacht muss Sali die Bar schließen und die letzten Gläser polieren. Unbarmherzig kontrolliert Kleinschmidt ihn. Immer und immer wieder muss Sali die teuren Gläser spülen, bis er nicht mehr kann und sich im Ton vergreift. Die erste Abmahnung ist da! Und auch mit Laura hat Sali bald einen handfesten Streit: Auf dem Spielplatz verliert er ihren Sohn Max. Zwar endet alles glimpflich, doch nun muss er Laura die Wahrheit gestehen. Wütend und enttäuscht trennt sie sich von ihm.

Sali verliert den Mut und lässt sich im Münchener Nachtleben gehen. Obwohl er schon so weit gekommen ist, ist er bereit, alles hinzuschmeißen. Alles scheint verloren...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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