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Mein Schulfreund - Plakat zum Film

MEIN SCHULFREUND

(D, 1960)


Regie: Robert Siodmak
Film-Länge: 94 Min.
 

 
 
 
 
 

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 Kino-Start:
 22.07.1960

 DVD/Blu-ray-Start:
 06.07.2007

"Mein Schulfreund" - Handlung und Infos zum Film:


Deutschland im März 1944: Geldbriefträger Ludwig Fuchs (Heinz Rühmann) ist ein einfacher Mann und es geht ihm an die Nieren, als Paul, der Freund seiner Tochter Rosi (Loni von Friedl) bei einem Bombenangriff ums Leben kommt. Dem Wahnsinn muss Einhalt geboten werden; und so schreibt er einen Brief an seinen alten Schulfreund Hermann Göring, in dem er ihn bittet, den ohnehin aussichtslosen Krieg zu beenden. Allerdings erreicht der Brief Göring erst gar nicht. Die Hauptmänner Kühn (Ernst Schröder) und Sander (Alexander Kerst) lesen das außergewöhnliche Schreiben. Sander ist sich sicher, dass dies für Fuchs den sicheren Tod bedeutet und will es vernichten. Kühn beharrt auf Pflichterfüllung und leitet es weiter.

Fuchs wird kurz darauf inhaftiert (in einer Zelle zusammen mit dem Muttermörder Niedermoser, ein Kurzauftritt für Mario Adorf), überraschenderweise aber schon bald darauf Professor Strohbach (Hans Leibelt) vorgeführt, der ihn auf seine geistige Zurechnungsfähigkeit hin untersuchen soll - auf Befehl von Göring, der das Ergebnis bereits vorschreiben lässt. So wird Fuchs - gegen den Willen des Oberarztes Dr. Lerch (Robert Graf) für unzurechnungsfähig erklärt und in die Freiheit entlassen. Das Glück kehrt sich jedoch nach Ende des Krieges um: Fuchs hat immer noch den Jagdschein und niemand sieht einen Grund, das damalige Gutachten anzufechten So sucht Fuchs die Beteiligten von damals auf, die bestätigen sollen, dass die Untersuchung fingiert war und er "normal" ist. Allerdings mag sich jetzt keiner mehr zu den damaligen Vorgängen äußern...

Johannes Mario Simmel schrieb das gleichnamige Theaterstück, das hier als Vorlage diente. Es ist eine Geschichte über Courage, Aufrichtigkeit und den kleinen Mann, der in die Mühlen der großen Politik gerät. Verbunden mit der Frage, ob die Deutschen aus dem "Dritten Reich" wirklich genügend gelernt hat. Robert Siodmaks Verfilmung ist glänzend besetzt - vor allem, aber nicht nur in der Hauptrolle.


Die Redaktions-Wertung:75 %

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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