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Monsieur Claude und sein großes Fest - Plakat zum Film

MONSIEUR CLAUDE UND SEIN GROßES FEST

("Qu'est-ce qu'on a tous fait au bon Dieu?")
(F, 2021)


Regie: Philippe de Chauveron
Film-Länge: 98 Min.
 
                         


 Kino-Start:
 21.07.2022

"Monsieur Claude und sein großes Fest" - Handlung und Infos zum Film:


Als Claude Verneuil (Christian Clavier) an diesem Morgen einen literarischen Rundgang durch sein Heimatstädtchen Chinon macht, ahnt er noch nicht, dass ihm seine facettenreiche Familie wieder jede Menge turbulente Zeiten bescheren wird. So ganz hat sich Claude noch nicht an die Bräutigam-Wahl seiner vier Töchter gewöhnen können und betet im Stillen für plötzlich auftretende Ehekrisen...

Seine morgendlichen Spaziergänge werden immer mehr zum Alptraum. Das Städtchen ist nicht groß genug für ihn und seine Schwiegersöhne. Sie sind überall. Im Zeitungsladen überrascht ihn Charles Koffi (Noom Diawara) mit der freudigen Nachricht, dass er bald im örtlichen Theaterstück den Part des Jesus Christus übernimmt, was Claude als frommen Katholiken ein wenig verwundert. Er ist sich wirklich ganz sicher, dass Jesus ein Weißer war… Kurz darauf lauern ihm auch noch Rachid Benassem (Medi Sadoun), Chao Ling (Frederic Chau) und David Benichou (Ary Abittan) auf, die ihn alle drei mit Einladungen zu beinahe schon inflationär stattfindenden Familientreffen überhäufen.

Auch zu Hause wird Claude von seiner angeheirateten Familie töchterlicherseits eingeholt. Ein Anruf von der Elfenbeinküste vermiest ihm endgültig die Stimmung. Madeleine (Salimata Kamate) und André Koffi (Pascal N‘Zonzi) sind schon längst zu Claudes Sargnägeln geworden – ganz besonders der launische und ewig besserwisserische Schwiegervater André Koffi . Sie kündigen eine Stippvisite von unbestimmter Dauer an. Bleibt ihm denn nichts erspart? Für Claude ist die Sache ja ganz klar, die wollen immigrieren. Verdenken kann man es ihnen ja eigentlich nicht. Frankreich ist ein wunderschönes Land. Hier möchte jeder gern leben… Warum musste seine Frau Marie (Chantal Lauby) auch unbedingt den Hörer abnehmen!

Dann ist es um Claude geschehen. Auf der Vernissage seiner Tochter Ségolène stellt sich der adrette Kunstsammler Helmut Schäfer (Jochen Hägele) vor, dem Ségolènes abscheuliche Stillleben von Tier- und Menscheninnereien ernstlich zu gefallen scheinen. Vielversprechend hinterlässt der deutsche Kunstexperte seine Visitenkarte. Chao reagiert sehr misstrauisch und auch ein wenig zu überrascht über den fraglichen Erfolg seiner Frau – das bringt den Haussegen der beiden ganz schön ins Wanken. Vielleicht die erste Scheidung? Claude ist guter Dinge. Als er dann kurze Zeit später Helmut Schäfer persönlich kennenlernt, ist es Liebe auf den ersten Blick. Er wäre DER perfekte Schwiegersohn für seine Ségolène (Emilie Caen).

Von familiärer Neustrukturierung träumend, schenkt Claude einem anderen wichtigen Ereignis nicht die nötige Aufmerksamkeit: Er und Marie stehen kurz vor ihrem 40. Hochzeitstag. Resigniert nimmt Marie zur Kenntnis, dass ihr lieber Claude vermutlich nicht das große Jubiläums-Kaninchen aus dem Hut zaubern wird und beginnt ernsthaft über ihre Ehe nachzudenken.

Während Claude selbstzufrieden das altbewährte Hochzeitstag- Dinner zu zweit plant, schmieden seine Töchter heimlich ganz andere Pläne: Eine riesige Überraschungsparty soll die gesamte Familie zusammenbringen. Da dürfen auch die in aller Welt verstreuten Schwiegereltern nicht fehlen. Das wird sicher eine gelungene Freude für Marie und Claude, da sind sich Isabelle, Ségolène, Laure (Elodie Fontan) und Odile (Alice David) ganz sicher.

Ihre Ehemänner verfallen bei dem Gedanken an die Anreise ihrer Eltern eher in Schockstarre – stecken doch alle vier in teilweise unüberwindbaren Familiendilemmata. Chao traut sich nach der skandalösen Verwechslungsgeschichte in Peking mit seinen Eltern gar nicht mehr, über Marie und Claude Verneuil zu sprechen. Außerdem schaut Mama Ling gelegentlich ganz gern einmal ins Gläschen, wenn ihr strenger Gatte nicht hinsieht. Auch Charles geht lieber in die ganz andere Richtung, wenn sein Vater und Claude aufeinandertreffen. Allerdings gibt es hier kein Entrinnen mehr. Die Koffis sind bereits im Anflug. Zwischen Davids Eltern in Israel ist ein schmutziger Brot- und Rosenkrieg ausgebrochen, den der Sohn bisher erfolglos zu schlichten versuchte. Rachids Vater Isaac (Daniel Russo) erfindet sich indes gerade als algerischer Kurt Cobain ganz neu und zieht mit Gitarre und Bandana um die Häuser. Das hält Isabelle aber leider nicht davon ab, ihren Schwiegervater unbedingt zur Rubinhochzeit ihrer Eltern singen hören zu wollen.

Während die Schwiegereltern wie die apokalyptischen Reiter erwartet werden, wachsen sich die leichten geopolitischen Differenzen der benachbarten Schwiegersöhne Rachid und David in eine Gartenzaun-Fehde aus, bei der die ungleichen Machtverhältnisse zwischen böswilligem Fallobst und glatter Petersilie im Mittelpunkt stehen. Ein sehr verwirrter Chao fühlt sich von seinem Schwieger-Papa Claude mehr und mehr ins Abseits gedrängt, Claude versucht sich an einem neuen Romanprojekt über die verwickelten Beziehungen zwischen Churchill und Sauerkraut und Charles vertieft sich ganz und gar in seine neue Rolle als Jesus Christus. Leider gibt es nun kein Zurück mehr: Der Tag des jüngsten Familiengerichts ist gekommen. Alle sind angereist und quartieren sich mal mehr mal weniger fröhlich bei den Verneuils ein – während sich Claude noch von dem Überraschungsschock, den ihm seine Töchter bereitet haben, zu erholen versucht.

Es folgen wahrlich unvergessliche Hochzeitsfeierlichkeiten, bei denen ausgerechnet Claude in den Disziplinen diplomatische Konfliktbewältigung und interkulturelle Beschwichtigung über sich hinauswächst. Ein Fest, an dem gezankt, gelacht, übel gescherzt, geweint und vor allem viel getrunken wird...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 21.06.2022


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