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Open Range - Weites Land - Plakat zum Film

OPEN RANGE - WEITES LAND

("Open Range")
(USA, 2003)

Regie: Kevin Costner
Film-Länge: 135 Min.
 
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Blu-ray:  8.97 EUR
 


 Kino-Start:
 29.01.2004

 DVD/Blu-ray-Start:
 06.09.2004

 Pay-TV-Start:
 06.08.2005

 Free-TV-Start:
 04.06.2006

"Open Range - Weites Land" - Handlung und Infos zum Film:


Sattes, üppiges Grün überzieht die Ebenen und dehnt sich scheinbar grenzenlos zum Horizont aus, bis sich mächtige Berge vor ihm auftürmen. Es ist gutes Land, friedlich und nahezu unberührt. Hier, irgendwo in den Weiten des amerikanischen Westens, lässt sich Freiheit noch atmen, stört kein Zaun das offene Weideland, das den letzten echten Cowboys ein Leben in Unabhängigkeit ermöglicht. Charley Waite (Kevin Costner) und Boss Spearman (Robert Duvall) sind "Freegrazer" - Nomaden der Prärie, die mit ihrer kleinen Herde den Westen durchstreifen. Seit zehn Jahren reiten der schweigsame Charley und sein Boss, die ergraute Autoritätsfigur Spearman, Seite an Seite. Beide Männer vertrauen einander und den gleichen Werten. Die Vergangenheit des Partners kennen sie nicht, wohl aber ihre Zukunft. Denn 1882 rückt das große Land immer näher zusammen, und die Zeit scheint abgelaufen für Abenteurer wie sie.

Mit der Weisheit des Alters und der von bitteren Erfahrungen verursachten Strenge führt Spearman das Quartett an. Ist Leit- und Vaterfigur für Charley, den sanften Riesen Mose (Abraham Benrubi) und den 16-jährigen Mexikaner Button (Diego Luna), der noch genauso verspielt ist wie der Hund, der die Vier auf ihrer Flucht vor der Zivilisation begleitet. Es ist ein Leben in Bescheiden-, aber auch Zufriedenheit, das den eigenen Sehnsüchten und dem Willen der Natur folgt. Schüttet sich der Himmel aus, zieht man sich zurück in die Geborgenheit eines provisorischen Lagers. Wird es Nacht, sitzt man am Feuer und spielt Karten. Kommt die Sonne zurück, lockt das weite Land mit einem Versprechen vollendeter Harmonie. Doch die Menschen sind es, die Einfluss nehmen, ob es-auch eingelöst werden kann.

Als einige Vorräte zur Neige gehen, schickt Spearman Mose nach Harmonville, zu einem kleinen, kaum einen Tagesritt entfernten Städtchen. Selbst meiden Spearman und Charley jeden Kontakt mit Siedlungen, doch als ihr Freund nicht zurückkommt, überwinden sie ihre Abneigung und handeln. "Behalte das Gewehr in deiner Nähe", ruft Charley dem im Lager bleibenden Button nach - wohl wissend, dass er es selbst vielleicht bald brauchen wird. In Harmonville überprüfen die Männer ihre Waffen, leitet sie ein Instinkt, der ihnen bisher das Überleben sicherte. Vom etwas konfus, aber aufrichtig wirkenden Stallbesitzer Percy (Michael Jeter) erfahren sie, dass ihr Freund in eine Schlägerei verwickelt und danach ins Gefängnis gesteckt wurde. Dort erwartet die beiden Cowboys ein schrecklich verprügelter Mose, der arrogante Sheriff Poole (James Russo) und schließlich mit Großrancher Baxter (Michael Gambon) der Mann, der in Harmonville die Fäden zieht.

Unmissverständlich macht Baxter seinem Hass gegen Freegrazer und überhaupt jeden, der seinen Einflussbereich stört, Luft. Er warnt Charley und Spearman in scharfem Ton davor, jemals wieder zurückzukehren und lässt sie dann mit dem verletzten Mose ziehen. Im Hause von Doc Barlow (Dean McDermott) finden sie einen integeren Mann, der Mose notdürftig versorgt, und mit Sue Barlow (Annette Bening) eine resolute, aber warmherzige Frau, die beide Cowboys auf Anhieb beeindruckt. Zurück im Lager zeigt sich Button besorgt über seinen besten Freund, aber auch über maskierte Männer, die er Stunden zuvor beobachtete. Als Waite und Spearman die vier Phantome stellen, verschwinden diese so gespenstisch, wie sie aufgetaucht waren. Aus Sorge, die Banditen, die offensichtlich im Dienste Baxters stehen, könnten nachts die Herde auseinander treiben, vielleicht sogar stehlen, rät Spearman zur Prävention und will ihnen vorab eine Lektion erteilen. So überraschen Waite und Spearman die Vier am Lagerfeuer, demütigen sie und geben ihnen, wenn notwendig, mit dem Gewehrkolben noch eine Warnung mit auf den Weg.

So schnell es die Pferde zulassen, reiten die Cowboys zurück und finden ihre düsteren Vorahnungen bestätigt. Mose wurde mit einem Kopfschuss hingerichtet, ebenso der Hund, und der schwer verletzte Button liegt im Koma zwischen Leben und Sterben. Notdürftig versorgen sie ihn und besprechen ihr weiteres Vorgehen. Weiterziehen bedeutet Buttons, Zurückreiten vielleicht ihren Tod. "Ich habe kein Problem mit dem Töten", versichert Charley seinem Partner, der instinktiv spürt, dass sich hinter den eisigen Worten Charleys Dämonen und eine gewalttätige Vergangenheit verbergen. Nachts, als die Gräber gegraben sind und die Sterne sich am gewohnten Platz eingerichtet haben, bricht Charley sein zehnjähriges Schweigen. Erzählt von seinem ersten Toten und den vielen anderen, die folgten, als er während des Bürgerkriegs in einer brutalen Spezialeinheit diente.

Am nächsten Tag bringen sie Button zu Sue Barlow, die sich in Abwesenheit des Arztes um den Jungen kümmert. Während ein Sturm aufzieht und Dauerregen die Straßen überflutet, sondieren Waite und Spearman das Terrain. Als Waite einen von den Wassermassen davongespülten Hund rettet, sichern sich die Cowboys damit die Dankbarkeit des Besitzers und den Respekt anderer Bürger, die insgeheim mit den Racheplänen der beiden gegen Baxter sympathisieren. Doch noch ist die Angst zu groß, stellt sich niemand gegen den Sheriff, der die Leute, nicht aber die Cowboys einschüchtern kann und schließlich den Rückzug wählt. Noch einmal sehen die Männer nach dem Jungen, warten auf den Morgen und damit vielleicht auch auf ihren Tod. Vor Sue Barlow gibt Spearman zu, vor vielen Jahren seine Familie verloren zu haben und sich besser um Button kümmern zu wollen, sollte er den nächsten Tag überleben. Für kurze Zeit kehrt Frieden ein, bis plötzlich eine maskierte Gestalt im Zimmer steht und sich dem schlafenden Waite nähert. Blitzschnell zieht der ehemalige Gunman seine Waffe und erwacht aus seinem Albtraum...

Nicht umsonst wirkt schon das Filmplakat mit dem Slogan "Vom Regisseur von 'Der mit dem Wolf tanzt'". Eigentlich reichlich überflüssig, war das doch Kevin Costner selbst – aber es zeigt überdeutlich, dass man genau da anknüpfen möchte und genau diese Zielgruppe im Kopf hat. So gibt es am Anfang dann auch in epischer Breite "weites Land" (so auch der deutsche "Unter"-Titel) zu sehen und Costner und Duvall nehmen sich merklich Zeit, hindurch zu reiten. Auch der Rest des Streifens bietet wenig Neues: Zwei rastlose Reiter, die unermüdlich um Gerechtigkeit kämpfen, zwei Einzelgänger, die scheinbar keine Bindung finden, und sich doch nach Liebe und einem Stück Heimat sehen. Aber 135 Minuten sind dafür einfach zu lang…


Die Redaktions-Wertung:40 %

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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