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Resturlaub - Plakat zum Film

RESTURLAUB

(D, 2011)

Regie: Gregor Schnitzler
Film-Länge: 100 Min.
 
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 Kino-Start:
 11.08.2011

 DVD/Blu-ray-Start:
 23.02.2012

 Pay-TV-Start:
 19.08.2012

 Free-TV-Start:
 28.12.2016

"Resturlaub" - Handlung und Infos zum Film:


Pitschi Greulich (Maximilian Brückner), ein Mann wie sein Name. Mitte Dreißig, aber irgendwie immer noch nicht bereit, wirklich erwachsen zu werden, den nächsten Schritt zu gehen. Eigentlich hat er keinen Grund sich zu beklagen, will man meinen: Er ist seit acht Jahren mit der hinreißenden Biene (Mira Bartuschek) zusammen, die ihren "Mausbär" über alles liebt, hat einen Job im Marketing der Seppelpeter’s-Brauerei, wird von seinen Kumpels gemocht und hat mit Arne (Stephan Luca) einen besten Freund, der für ihn durchs Feuer gehen würde, auch wenn sich Pitschi dessen gar nicht immer so richtig bewusst ist. Ein gutes Leben. Oder?

Aber Pitschi ist nicht glücklich. Im Grunde weiß er ja selbst, dass es ihm gut geht, was aber nichts daran ändert, dass er von dem nagenden Gefühl geplagt wird, das könne, nein: dürfe nicht alles gewesen sein. Da muss doch noch was kommen!? Da muss doch mehr sein!? Mehr als Bamberg, wo er sein ganzes Leben verbracht hat. Mehr als Biene, mit der er so lange zusammen ist, dass ihm gar nicht mehr auffällt, wie gut sie miteinander harmonieren. Mehr als seine Freunde, die längst nicht mehr so wild sind, wie sie es einmal waren, und deren Leben mehr und mehr in ruhigen und geregelten Bahnen verläuft. Mehr als seine Arbeit, die ihm von dem bockigen Firmenchef Seppelpeter madig gemacht wird, weil der von Vermarktung und neuen Ideen gleich gar nichts hält: Wer braucht schon Internetwerbung und alkoholfreies Bier? Solange das Bier gut ist, verkauft es sich von selbst. Punkt.

Vor allem macht Pitschi zu schaffen, dass die Luft immer dünner wird. In den nächsten Tagen wird auch Arne heiraten und damit den entscheidenden Schritt machen, der ihnen allen bevorsteht, sieht man einmal ab von dem liebenswerten Chaoten Checko (Antoine Monot jr.), den wohl keine Frau jemals auch nur mit einer Zange anfassen wird (was ihn aber nicht weiter zu stören scheint). Aber es ist noch schlimmer: Noch dazu wird Arne ausgerechnet Biggy (Martina Hill) das Ja-Wort geben. Biggy! Für Pitschi immer schon ein rotes Tuch. Abschätzig nennt er seine Erzfeindin auch in ihrer Anwesenheit stets nur „Ente“, weil er ihr ewiges Gequake nicht ertragen kann. Und natürlich gibt er ihr die Schuld daran, dass Arne nicht mehr so viel Zeit und Lust hat, um die Häuser zu ziehen und Blödsinn anzustellen, wie sie es früher immer gemacht haben. Zu allem Überfluss scheint er sich auch noch darauf zu freuen, mit Biggy/Ente in sein Verderben zu rennen, inklusive Kinder und Häuschen außerhalb von Bamberg.

Als hätte es für Pitschi noch einer letzten Bestätigung bedurft, dass er etwas an seinem Leben ändern muss, geht der von ihm sorgfältig geplante Nürnberg-Ausflug zum Junggesellenabschied von Arne kräftig in die Hose. Am Ende sitzen die Jungs doch nur wieder in ihrer Stammkneipe in Bamberg, trinken dasselbe wie immer und gehen nach Hause, bevor es richtig lustig werden kann. Am Ende sind nur Pitschi und Arne übrig. Aber so sehr Pitschi den Freund auch beschwört, er will keinen Rückzieher mehr machen und scheint entschlossen, sich auf die Hochzeit auch noch zu freuen. Zuhause erwartet Pitschi die nächste Überraschung: Biene hat sich mit Hilfe von Pitschis Vater ein kleines Grundstück im Grünen ausgesucht, wo sie ihr Häuschen bauen könnten, damit man auch die Kinder ordentlich groß ziehen könne. Kinder!? Entsetzt realisiert Pitschi, dass jetzt auch noch seine Freundin ernst machen will. Er hat das Gefühl, endgültig den Boden unter den Füßen zu verlieren. Bei Arnes Hochzeitsfeier bringt der volltrunkene Pitschi das Fass zum Überlaufen: In seiner launigen Rede vor Familie und Freunden zweifelt er den Geisteszustand seines Freundes an, beleidigt dessen frischgebackene Gattin und beschämt überdies Biene nach Strich und Faden. Um zu retten, was zu retten ist, versichert er ihr, dass auch er für den nächsten Schritt bereit sei und sich auf die Kinder freue.

Dabei steht Pitschi die nackte Panik ins Gesicht geschrieben. Und weicht auch nicht aus seinen Zügen, als er und Biene die Clique am Nürnberger Flughafen treffen, von wo aus man nach Mallorca fliegen will. Wie jedes Jahr seit elf Jahren. Pitschi muss handeln. Jetzt. Sofort. Auf der Stelle. Sonst ist alles zu spät, sind alle Träume und Hoffnungen für immer den Bach runter. Er hat den rettenden Einfall. Auf dem Flughafenklo täuscht er einen Überfall vor. Er zerreißt seine Klamotten, schlägt sich blutig und erzählt den entsetzten Freunden dann, er sei beraubt worden und könne nun unmöglich mitfliegen. Er werde nachkommen, wenn er wieder alles mit seinen Papieren und Finanzen in Ordnung gebracht habe. Als Biene und seine Freunde in den Abflugbereich verschwunden sind, macht Pitschi auf der Hacke kehrt und bucht kurz entschlossen einen neuen Flug – so weit weg wie nur möglich: Buenos Aires, Argentinien. One-Way, als wolle er sich selbst beweisen, dass er es wirklich ernst meint.

Das Abenteuer kann beginnen. Das größte Abenteuer im Leben des Pitschi Greulich, der natürlich keine Ahnung hat, was ihn in Südamerika erwartet, der kein Wort Spanisch spricht. Und der natürlich auch nicht weiß, dass er in seinen leichten Sommerklamotten nicht weit kommen wird: Auf der anderen Seite des Äquators herrscht Winter, und es ist saukalt in Buenos Aires. Aber so leicht lässt sich Pitschi jetzt nicht ins Bockshorn jagen: Er will ja nicht weniger, als alles, was bisher war, hinter sich zu lassen, und ganz von vorn anzufangen, ein neuer Mensch zu werden. Noch am Flughafen der argentinischen Metropole findet er mit Hilfe einer Anzeige ein Zimmer zur Untermiete mitten in der Stadt: Wohnungsbesitzer Pedro (Leonardo Nigro) entpuppt sich als höchst eigenwilliger Zeitgenosse, der sich das Apartment bislang nur mit seinem Pudel Taxi teilt und seinen Unterhalt als Tierfriseur bestreitet. Spezialität: Hunde, Katzen, Tiger! Für Pitschi hat Pedro dagegen erst einmal nicht allzu viel übrig. Kein Wunder. Immerhin gelingt es ihm auch gleich zum Einstand bei dem Versuch, das Badezimmer von Tierhaaren zu befreien und einmal durchzuputzen, sämtliche Farbe vom Duschbecken zu lösen. Genervt schickt Pedro seinen neuen Untermieter in einen Spanischkurs, um ihn ähnliche Fettnäpfchen künftig vermeiden zu lassen.

Dort trifft Pitschi nicht nur die dicke Deutsche Adelheid (Manuela Wisbeck) wieder, die ausgerechnet auch aus Bamberg kommt und ihm bereits bei seiner Ankunft am Flughafen unangenehm aufgefallen war, er lernt auch die Lehrerin Luna (Melanie Winiger) kennen – eine umwerfende Schönheit. Sofort ist es um Pitschi geschehen. Luna dagegen macht keinen Hehl daraus, wie wenig sie von ihrem neuen Schüler hält. Standhaft nennt sie ihn „Patschi“ und behandelt ihn von oben herab. Bei der abendlichen Suche nach einem Lokal mit richtig argentinischem Ambiente und richtigen argentinischen Menschen ist Pitschi nicht sonderlich erfolgreich. Überall lässt man ihn, den plumpen Deutschen, abblitzen. Schließlich landet er in "Zum Gemütlichkeit", eine deutsche Gaststätte, die Besitzer Stefano (Matthias Matschke) gerade erst am Tag davor eröffnet hat und Pitschi als ersten und auf Sicht erst einmal einzigen Gast willkommen heißt. Ein wirklich rühmlicher Einstand ist das nicht, aber Pitschi ist trotzdem stolz auf sich: Er hat den Neuanfang gewagt, auch wenn er Biene beim unvermeidbaren Telefongespräch vorgegaukelt hat, er sei natürlich in Bamberg. In einem Brief will er ihr reinen Wein einschenken und richtig gemein und fies sein, um ihr die Trennung leichter zu machen. Er ist geschrieben, das Kuvert beschriftet und mit Briefmarke versehen. Aber noch traut sich Pitschi nicht, ihn einzuwerfen. Es wäre die letzte Bestätigung, dass nichts mehr so ist, wie es davor einmal war. Nur Arne schenkt Pitschi am Telefon reinen Wein ein. Der findet die Aktion seines besten Freundes nicht besonders lustig, verspricht aber, dicht zu halten und den anderen nichts zu verraten...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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