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Striche ziehen - Plakat zum Film

STRICHE ZIEHEN

(D, 2014)

Regie: Gerd Kroske
Film-Länge: 100 Min.
 
"Striche ziehen" auf DVD bestellen
DVD:  15.80 EUR
  


 Kino-Start:
 23.04.2015

 DVD/Blu-ray-Start:
 30.06.2017

 Free-TV-Start:
 01.11.2017

"Striche ziehen" - Handlung und Infos zum Film:


Auf Ost-Berliner Seite war die Mauer weiß, auf West-Berliner bunt bemalt. Fünf Freunde, die ihre Jugend in Weimar verbracht haben, ist der Souvenirstatus suspekt – sie wollen mit ihrer Aktion der westlichen Mauer-Kuscheligkeit einen Strich durch die Rechnung machen: Wolfram Hasch, Jürgen Onißeit, dessen Bruder Thomas, Frank Schuster und Frank Willmann. Hasch wurde bei der Aktion von DDR-Grenzsoldaten geschnappt, nach Bautzen verfrachtet und von der BRD freigekauft. Willmann beginnt 2010, die Vorgeschichte der Aktion zu recherchieren.

Weimar, Anfang der 80er. Stadt der Dichter und Denker. Die Jugendlichen fühlen sich als Halbtote unter ganz Toten. Aufs Gymnasium kommt nur, wer politisch auf Linie liegt. Viele sind schon ausgereist. Es gibt einen kirchlichen "Montagskreis", bei dem sich trifft, wer anders ist. Es gibt Punkbands mit Texten wie: "Alles grau, alles leer – nein, nein, nein, ich will nicht mehr. " Es gibt vereinzelte Sprühaktionen mit Texten wie "Macht aus dem Staat Gurkensalat. " Dada, Unsinn, Subversion – man wollte nicht nur diskutieren, sondern auch ein bisschen Spaß haben.

Als die ersten Sprüher verhaftet werden, wird der Spaß Ernst. Sechs Monate Haft, danach gab es keinen Ausbildungsplatz mehr. Der Punk Jürgen Onißeit fühlt sich falsch verdächtigt und verrät die "richtigen" Sprüher, u.a. die Freunde seines Bruders. Später stellt sich heraus, dass er schon seit 1981 für die Stasi arbeitet, für "Kohlengeld". Er selbst landet 1982 im Knast, wegen Militärdienstverweigerung. Ein Machtkampf mit der Stasi. Danach spitzelt er dennoch weiter.

1986 sind Onißeit und die meisten der Weimarer Freunde nach West-Berlin ausgereist. Sie machen Kunstaktionen, drehen Filme. Sie ärgern sich über Touristen, die an der bunten Westberliner Mauer ein bisschen "Ossis gucken" wollen. Die spontane Idee der Strichaktion entsteht. Am 4. November fangen sie an, mit Farbe, Zelten und Schlafsäcken auf Bollerwägen, in Schichten. Zunächst geht alles gut. Aber die Mauer liegt z.T. komplett auf DDR-Gebiet. Am zweiten Tag öffnet sich im Lenné-Dreieck eine Tür, Grenzsoldaten kommen heraus und verhaften Wolfram Hasch.

2010 sichten Frank Willmann und Anne Hahn die Stasiakten der Beteiligten. Jürgen Onißeit wird als "Inoffizieller Mitarbeiter" identifiziert. Nie hat er mit den anderen darüber gesprochen, auch mit seinem Bruder nicht. In Kroskes Film gibt es zwar eine Verständigung, doch keine, die sich in Wohlgefallen auflöst...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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