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The Cut - Plakat zum Film

THE CUT

(D/F/PL, 2014)

Regie: Fatih Akin
Film-Länge: 139 Min.
 
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 Kino-Start:
 16.10.2014

 DVD/Blu-ray-Start:
 30.04.2015

 Free-TV-Start:
 08.01.2018

"The Cut" - Handlung und Infos zum Film:


Der armenische Schmied Nazaret Manoogian (Tahar Rahim) lebt mit seiner Frau Rakel (Hindi Zahra) und den Zwillingstöchtern Arsinee und Lucinee (gespielt von Zein Fakhoury und Dina Fakhoury) in Mardin, im nordöstlichen Mesopotamien. Der politische Wind dreht sich während des Ersten Weltkriegs, aus Minderheiten werden im Osmanischen Reich plötzlich Feinde. Eines Nachts wird die Familie von türkischen Gendarmen geweckt. Sie nehmen Nazaret, seinen Bruder Hrant (Akin Gazi) und Schwager Vahan (George Georgiou) mit, seine Frau Rakel und die Zwillinge bleiben zurück. Unter dem Vorwand, ihren Militärdienst zu absolvieren, werden die Männer für den Straßenbau eingesetzt. Wer sich widersetzt, wird erschossen. Die Gendarmen schikanieren ihre Gefangenen und halten sie zu harter Arbeit an. Wer zum Islam konvertiert, wird begnadigt. Nur wenige nehmen das Angebot an. An den Gefangenen vorbei ziehen weitere Trecks mit armenischen Alten, Kindern und Frauen.

Eines Morgens sind die Gendarmen verschwunden, doch bevor Nazaret und sein Bruder Hrant fliehen können, werden sie und ihre Mitgefangenen erneut von einem Trupp Söldnern und ehemaligen Sträflingen festgenommen. Aneinander gefesselt werden sie in eine Schlucht getrieben. Um Munition zu sparen, erfolgt der Befehl, sie mit Säbeln und Messern umzubringen. Nazaret wird schwer am Hals verletzt, aber überlebt. Sein Bruder Hrant wird vor seinen Augen ermordet. Der ehemalige Dieb Mehmet (Bartu Kücükcaglayan) kommt in der Nacht zurück an den Tatort und hilft dem schwer verletzten Nazaret. Er verbindet die Wunde und stellt fest, dass Nazaret seine Stimme verloren hat. Ohne Ziel ziehen sie, Nazaret mehr tot als lebendig, durch die Steinwuste, bis sie auf eine Gruppe Deserteure treffen und sich ihnen anschließen.

Als sie zusammen einen der aus Mardin geflohenen ehemaligen armenischen Kunden von Nazaret, Baron Boghos (Sevan Stephan), ausrauben, erfährt Nazaret, dass alle Frauen und Kinder von dort geflohen sind. Nazaret trennt sich von der Gruppe, um seine Familie zu suchen. Er will nach Ras al-Ayn, einem Flüchtlingscamp mitten in der Wüste. Nach Tagen des Marsches durch die sengende Hitze bricht er entkräftet zusammen. Nur die im Traum vernommene Stimme von Rakel hilft ihm wieder auf die Beine. Schließlich stößt er auf Beduinen, die bereit sind, ihm gegen Bezahlung Verpflegung zu geben.

Als er in Ras al-Ayn eintrifft, kommt er in ein Lager, in dem es nichts gibt außer Tausenden von Flüchtlingen, die elendig dahinsiechen. Zwischen Toten, Kranken und Kindern findet er seine Schwagerin Ani (Arevik Martirossian). Sie erzählt ihm, sie habe alle Verwandten sterben sehen und ist selbst dem Tode nahe. "Beende mein Leiden!", fleht sie ihren Schwager an, der ihr nach langem Zögern diese Bitte erfüllt. Er hat zwar das Arbeitslager und das Massaker überlebt, aber an dem, was er im Todeslager erlebt, zerbricht er innerlich. Was ist das für ein Gott, der solches Leid und Grauen zulässt?

Voller Zorn und Verzweiflung versucht er, mit einem Stein sein tätowiertes Kreuz vom Handgelenk abzukratzen. Erneut muss er vor türkischen Gendarmen fliehen. Als er an eine Bahnlinie kommt, springt er auf die vorbeifahrende Bagdadbahn und bleibt in einem der Waggons, bis er entdeckt wird und abspringt. Völlig entkräftet liegt er neben den Gleisen, als ihn ein alleinreisender Mann findet und ihm Datteln zu essen gibt. Es ist Omar Nasreddin (Makram J. Khoury), ein Seifensieder aus Aleppo, der ihn an den türkischen Wachen vorbei in die Stadt schmuggelt. Er nimmt Nazaret bei sich auf. Hinter den schweren Toren der Seifenfabrik ist er erst einmal sicher und freundet sich mit dem Armenier Krikor (Simon Abkarian) an, der dort ebenfalls Unterschlupf gefunden hat. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs im November 1918 verlassen die von den Engländern besiegten Turken Aleppo. Omar Nasreddin nimmt immer mehr Flüchtlinge in seiner Seifenfabrik auf. Die Seifenproduktion wird erst einmal eingestellt.

1921, die Armenier konnen sich wieder frei bewegen. Eines Abends entdeckt Nazaret in einem Innenhof die Freilichtprojektion von Charlie Chaplins Stummfilm "The Kid". Zum ersten Mal seit langer Zeit kann er wieder lachen, muss aber auch an seine eigenen Kinder denken und ist zu Tränen gerührt. Auf dem Platz trifft er seinen ehemaligen Lehrling Levon (Shubham Saraf) wieder, der wichtige Neuigkeiten für ihn hat. Rakel konnte vor ihrem Tod die Zwillinge an eine Beduinenfamilie übergeben, um sie zu retten. Nazaret fasst neuen Mut. Die Hoffnung, seine beiden Tochter wiederzufinden, bringt ihn zurück ins Leben. Er gibt eine Suchanzeige auf und schaut sich sogar in Bordellen um. Auch in Waisenhäusern sucht Nazaret nach ihnen, notiert sich eine lange Liste von Waisenhäusern, in denen sich seine Tochter eventuell aufhalten könnten. Und macht sich auf den Weg, sie alle aufzusuchen.

Fündig wird er im Jahr 1922 im Libanon. Im Waisenhaus Byblos zeigt ihm die Leiterin (Trine Dyrholm) hilfsbereit Fotos von Kindern. Er erkennt die Zwillinge auf einem Foto. Beide sind inzwischen junge Frauen geworden. Vor einem Jahr haben sie das Waisenhaus verlassen. Eine Lehrerin (Anna Savva) erzählt ihm, dass sie über eine Cousine auf Kuba gute, wohlhabende Ehemänner für die Mädchen gefunden habe, wo sie mittlerweile leben. An Bord des spanischen Auswandererschiffes "Santa Isabel" reist Nazaret auf die Zuckerrohrinsel.

In Havanna sucht er den Barbier Hagob Nakashian (Kevork Malikyan) und seine Frau (Arsinee Khanjian) auf, die eine neue Enttäuschung für ihn bereithalten. Vor sechs Monaten sind die Madchen in die USA weitergereist. Das Ehepaar hatte zwar gute Männer für die Zwillinge gefunden, aber der eine wollte Lucinee (jetzt: Lara Heller)@ dann doch nicht heiraten, weil sie nach einem schlecht verheilten Beinbruch hinkt. Aus Solidarität und Liebe zu ihrer Schwester trat dann Arsinee (ebenfalls Lara Heller] ebenfalls von ihrer Hochzeit zurück.

Nakashian zeigt Nazaret die Visitenkarte des Bekleidungsherstellers Peter Edelman aus den USA. Die Zwillinge wollten zu ihm nach Minneapolis, um in seiner Fabrik zu arbeiten. Also schicken die beiden Männer Edelman ein Telegramm, der aber antwortet, dass die Mädchen leider nicht mehr für ihn arbeiten würden, und er auch nicht wisse, wo sie jetzt seien. Da Minneapolis aber die letzte Spur seiner Tochter ist, will Nazaret unbedingt in die USA. Dazu braucht er Geld und nimmt jede Arbeit an. Als ihm sonntags in der Kirche Mrs. Nakashian jenen Mann (Argelio Sosa) zeigt, der seine hinkende Tochter verschmäht hat, folgt ihm Nazaret nach dem Kirchgang. Er verspürt so viel Wut, dass er den Mann im Affekt in einem Hauseingang zusammenschlägt.

Er flieht, kehrt aber noch einmal zurück und entwendet dem am Boden liegenden die Brieftasche. In der Brieftasche ist genügend Geld für die illegale Überfahrt nach Florida auf dem Boot eines Rumschmugglers. Quer durch die USA reist Nazaret zu Peter Edelman (Moritz Bleibtreu), der ihm aber nicht weiterhelfen kann. Beim Verlassen der Fabrik entdeckt er ein Plakat, gesucht werden Bahnarbeiter für den Streckenausbau nach North Dakota.

North Dakota, 1923. Nazaret heuert an und schuftet Seite an Seite mit Männern, die er nicht versteht. Es sind raue Gesellen, die grobe Spase lieben. Als Nazaret eine Indianerin vor einer Vergewaltigung rettet, schlagen ihn die anderen zusammen. Diesmal wecken ihn die geträumten Stimmen seiner Tochter aus der Bewusstlosigkeit. Für ihn gibt es keinen Weg zurück und so läuft er die Schienen entlang, bis er aus einem Trailer ein armenisches Lied hört. Hier leben armenische Bahnarbeiter, und wie schon unzählige Mal zuvor, zeigt er auch ihnen das Foto seiner Tochter, in der Hoffnung, sie konnten sie wiedererkennen. Leider ohne Erfolg, doch die Arbeiter erzählen ihm von Ruso, einem 30 Meilen entfernten Ort, in dem einige Armenier leben. Als Nazaret in Ruso ankommt, sind die Straßen leer. Neun Jahre sind vergangen, seit er seine Kinder das letzte Mal gesehen hat. Plötzlich sieht er eine Frau vor sich, die hinkt...

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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