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Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken - Plakat zum Film

WARUM MäNNER NICHT ZUHöREN UND FRAUEN SCHLECHT EINPARKEN

(D, 2007)

Regie: Leander Haußmann
Film-Länge: 113 Min.
 
"Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken" auf DVD bestellen
DVD:  7.99 EUR
  


 Kino-Start:
 29.11.2007

 DVD/Blu-ray-Start:
 06.06.2008

 Pay-TV-Start:
 23.08.2009

 Free-TV-Start:
 02.09.2010

"Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken" - Handlung und Infos zum Film:


Herzlich willkommen zu "Warum Männer nicht zuhören und Freuen schlecht einparken". Im Laufe unseres kleinen Lehrfilms werden Sie erfahren, warum die Beziehung zwischen Mann und Frau immer wieder von Missverständnissen und Stolpersteinen geprägt ist. Wir klären Sie auf über evolutionsbiologische und verhaltenspsychologische Erkenntnisse der modernen Wissenschaft und die Gründe für die schier unüberbrückbaren Differenzen zwischen den Geschlechtern. Und Sie werden sehen: Manchmal unterscheiden sich die modernen Nacktaffen nur durch die Auswahl ihrer Kleidung von ihren Vorfahren aus dem Neandertal.

Seit Jahrtausenden sind die Menschen auf der Suche. Das war in der Steinzeit so, daran hat sich auch im Berlin unserer Zeit nichts geändert: Damals ging man auf die Suche nach Beute und einer warmen Höhle, heute sucht der fesche Anwalt Jan (Benno Fürmann) eine Frau und die smarte Verlagsangestellte Katrin (Jessica Schwarz) einen Parkplatz. Allerdings ist Katrin in Eile – und auch noch die denkbar schlechteste Einparkerin. Eine fatale Kombination: Sie rammt beim Einfahren in die Parklücke das schicke Cabrio von Jan. Der hat vom Fenster aus – zuerst amüsiert, dann verständlicherweise verärgert – den Parkplatz-Kampf Katrins beobachtet. Und weil dem Vorzeige-Macho sein Auto dann doch wichtiger ist als sein aktuelles Date, pfeift Jan auf die Möglichkeit zum Beischlaf mit Melanie (Annika Kuhl) und lässt diese kurzerhand in seiner Wohnung zurück, um Katrin zur Rede zu stellen.

Es folgt ein verbaler Schlagabtausch auf offener Straße. Und siehe da: Die junge Frau, die den hässlichen Kratzer an Jans Auto verantwortet, ist nicht nur ausgesprochen attraktiv, sondern auch keineswegs auf den Mund gefallen. Jans Ärger ist schnell verflogen und weicht einer zunehmenden Begeisterung für die hübsche Crash-Fahrerin. Ein bisschen unbeholfen, aber hartnäckig stakst er Katrin hinterher – sogar auf eine Lesung, bei der das neue Buch des Abenteurers Jonathan Armbruster (Uwe Ochsenknecht) präsentiert wird. Und während Jan im Hormonrausch von unbändigem Paarungswillen überwältigt wird, werden wir in seiner Wohnung Zeugen vom Wunder der Liebe: Jans Mitbewohner Rüdiger (Matthias Matschke) ist nach Hause gekommen und kümmert sich rührend um die sitzen gelassene Melanie.

Kurze Zeit später. Katrin und Jan sind schwer verliebt und können nicht genug voneinander bekommen. Allerdings zeigt sich selbst hier im Überschwang der jungen Liebe exemplarisch, warum Männer und Frauen es miteinander so schwer haben: Der Mann als solcher kann nicht zuhören. Während Katrin vor einem beruflichen Desaster steht und rätselt, wie sich in ihrem Pressetext zu Jonathan Armbrusters neuem Buch das Wort "Weltenbummler" in "Weltenfummler" verwandeln konnte, denkt Jan wieder mal nur an das Eine – Sex.

Das kann freilich auch ein reiner Schutzmechanismus sein. Denn wir ahnen bereits, welcher Spaßvogel die "lustige" Wortverdrehung in Katrins Computer eingetippt haben könnte. Aber beobachten wir erstmal Jan in seinem eigenen beruflichen Alltag. Auch in seiner Kanzlei ist der junge, erfolgreiche Anwalt sexuellen Reizen ausgesetzt: Das Vorstellungsgespräch mit der potenziellen neuen Sekretärin Angie Luschmund (Nadja Becker) entpuppt sich als Traum eines jeden Dekolleté-Liebhabers. Und gemäß dem Gesetz unserer steinzeitlichen Vorfahren gibt bei mehreren Bewerbern mit gleicher Qualifikation immer die Größe der Geschlechtsmerkmale den Ausschlag: Angie bekommt den Job.

Während Jans Gedanken um Mund und Brüste seiner neuen Sekretärin kreisen und sein Freund Rüdiger mit Melanie im siebten Himmel schwebt, ist Katrin dahinter gekommen, wer für die professionelle Peinlichkeit in ihrem Text verantwortlich ist. Sie besteht darauf, dass Jan sie begleitet, wenn sie sich bei Jonathan in aller Form für das Wort "Weltenfummler" entschuldigt. Diesen Ausflug nutzen wir als wunderbaren Anschauungstermin für das rivalisierende Balzverhalten zweier Alphamännchen: Jonathan ist mitnichten sauer über den Fauxpas. Stattdessen flirtet er ganz offensichtlich mit Katrin: Er beeindruckt sie mit einer erfrischend un-chauvinistischen Art, musikalischen Einlagen in einer authentisch-mongolischen Jurte und der Geschichte, wie er in der Arktis eigenhändig einen Eisbären mit einem Messer töten musste. Er fordert Katrin sogar als seine persönliche Lektorin im Verlag an. Alarmiert reagiert Jan auf die geballte Charme-Attacke von Jonathan. Seinen spitzen Bemerkungen folgt eine erneute Peinlichkeit: Jan zerstört versehentlich die heilige Eisflöte – den wertvollsten Besitz des einfühlsamen Abenteurers.

Katrin ist sauer. Ihr Herzblatt hat sie durch typisch männliche Trampeligkeit zum zweiten Mal in eine unsagbar prekäre Lage manövriert. Kein Wunder, dass sie ernsthaft empfänglich ist für einen Flirt mit dem sensiblen, weltgewandten und lebenserfahrenen Jonathan. Auch der Abend, an dem Jan und Katrin ihr Kennenlern-Jubiläum feiern wollen, eignet sich nur bedingt als romantischer Höhepunkt ihrer noch jungen Beziehung: Weil ausgerechnet an diesem Jahrestag Hertha spielt, hat Jan einen Tisch in einer Fußball-Kneipe reserviert. Als Rüdiger und Melanie "ganz zufällig" dazu stoßen, sehen wir erneut, dass Männer zum Multi-tasking nicht in der Lage sind – Mann kann sich eben nicht auf die Übertragung eines Fußballspiels konzentrieren und seiner Liebsten zuhören. Vielleicht hätte Jan allerdings seine Aufmerksamkeit doch lieber dem Gespräch mit seiner Freundin widmen sollen. So ist ihm nämlich entgangen, dass er gerade sein Okay für eine mehrmonatige Recherchereise gegeben hat, auf die Jonathan seine neue Lektorin mitnehmen will…

Auch der Ausflug ins Naturkundemuseum ist höchst aufschlussreich für unsere kleine Betrachtung über das Verhalten geschlechtsreifer Männer und Frauen. Rüdiger gesteht Jan, dass er seine mittlerweile schwangere Liebste bereits mehrmals mit einer Chat-Partnerin betrogen hat. Katrin dagegen erläutert Melanie sehr anschaulich, warum Männer den echten und den vorgespielten Orgasmus einer Frau nicht unterscheiden können. Und Jan bemerkt, dass er in seiner Beziehung tatsächlich vor einigen Problemen steht.

Zu Hause macht Jan diese Probleme "mit sich selbst aus" – er geht ins Badezimmer, gibt sich seinen erotischen Fantasien hin und onaniert. Allerdings hätte er besser die Tür abschließen sollen: Katrin erwischt ihren Liebsten mit seiner fantasierten Sekretärin Angie, die Hand an Jan anlegt, seiner Lehrerin Frau Kitzelbach (Katja Flint), die ihm in der achten Klasse das Flöten beigebracht hat, und sogar Melanie, von der Jan immer behauptet hatte, dass ihr Gesicht ‚grob und gewöhnlich‘ sei. Nach einer Schrecksekunde nutzt das Paar dies allerdings zu einer leidenschaftlichen Versöhnung, bei der sich herausstellt, dass auch Katrin nicht frei von sexuellen Fantasien ist: Jonathan Armbruster erscheint unter der gemeinsamen Bettdecke. Manchmal sind Männer und Frauen eben doch nicht so unterschiedlich!

Die Versöhnung hält jedoch nur kurz an. Als Jan erfährt, dass Katrin Jonathan zu einer Geschäftsbesprechung in der Sauna treffen will, reagiert er wie ein Mann: Er heult sich die Augen aus. Das weckt den mütterlichen Instinkt seiner Sekretärin Angie – und es kommt, wie es kommen muss. Ihr Trost und ihre üppige Brust wecken den urzeitlichen Instinkt von Jan… und die beiden landen in Angies Wohnung. Das wiederum findet ihr Freund, der gut gebaute Rocker Sven (Sasha Schmitz), gar nicht komisch. Und ehe sich Jan versieht, rennt er – nackt und von einer wütenden Rockergang auf Motorrädern verfolgt – am helllichten Tag durch Berlin. Dabei trifft er auf Rüdiger, der sich gerade von seinem außerehelichen Date, der hübschen Pilotin Tanja (Florentine Lahme) verabschiedet. Und als wäre dies nicht schon genug, landet Jan kurzerhand auf der Bühne einer Schwulenkneipe, wo er spontan von Lilo Wanders und dem begeisterten Publikum zur "Mutti des Monats" gewählt wird…

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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