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Nordwand - Plakat zum Film

NORDWAND

(D/A/CH, 2008)

Regie: Philipp Stölzl
Film-Länge: 126 Min.
 
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 Kino-Start:
 23.10.2008

 DVD/Blu-ray-Start:
 24.04.2009

 Free-TV-Start:
 01.01.2011

"Nordwand" - Handlung und Infos zum Film:


Deutschland im Sommer 1936: Toni Kurz (Benno Fürmann) und Andi Hinterstoisser (Florian Lukas) kennen sich seit ihrer Kindheit und sind begeisterte Bergsteiger. Beide stammen aus einfachen Verhältnissen, Toni ist bei seinen Großeltern aufgewachsen, die in Berchtesgaden eine Pension betreiben, und haben sich als Gebirgsjäger beim Militär verpflichtet. Beim Klettern sind sie ein eingespieltes Team, Watzmann und Dachstein, die Gipfel in der Umgebung, sind ihnen vertraut wie die eigene Westentasche. Viele dieser Berge haben sie mit der gemeinsamen Jugendfreundin und zugleich Tonis großer Liebe Luise (Johanna Wokalek) erkundet. Luise hat es in der Zwischenzeit jedoch in die Hauptstadt Berlin verschlagen, sie arbeitet als Volontärin bei der Berliner Zeitung. Als bei einer Redaktionskonferenz die Anweisung der für NS-Propaganda zuständigen Reichspressekammer diskutiert wird, aufgrund der kurz bevorstehenden Olympischen Spiele das Thema einer möglichen Erstbesteigung der Eiger Nordwand zu berücksichtigen, fallen auch die Namen Kurz und Hinterstoisser. Luise gibt sich als deren Bekannte zu erkennen. Ihr vorgesetzter Redakteur Arau (Ulrich Tukur) ist begeistert von der Verbindung und bietet Luise an, ihre erste große Geschichte über Toni und Andi und ihren Erstbesteigungsversuch zu schreiben.

Von diesem Angebot begeistert, reist Luise nach Berchtesgaden, um Toni und Andi von der Idee zu überzeugen. Andi ist sofort enthusiastisch, dafür reagiert Toni umso zurückweisender. Das Risiko ist ihm zu hoch, schließlich ist die Eiger Nordwand nicht zu Unrecht als "Mordwand" berüchtigt und hat schon einige Weltklasse-Bergsteiger das Leben gekostet. Dass Luise nur deshalb nach Hause gekommen ist, um aus ihm und Andi eine Geschichte für die Sensationspresse zu machen, kränkt ihn zusätzlich und verstärkt seine Ablehnung. Enttäuscht fährt Luise ohne eine Geschichte zurück nach Berlin. Doch Arau hat schon eine neue Idee: zwei österreichische Bergsteiger, die die Besteigung der Nordwand riskieren wollen und bereits vor Ort auf einen günstigen Zeitpunkt warten, sollen nun die Helden werden: Willy Angerer (Simon Schwarz) und Edi Rainer (Georg Friedrich). Dass beide zudem SS-Mitglieder sind und der "Anschluss" Österreichs bevorsteht, passt Arau ins Konzept. Er beschließt, gemeinsam mit Luise als Fotografin zum Eiger zu fahren.

Indessen kann Toni sich Andi nicht länger widersetzen – und allein will er den Freund auch nicht an den Eiger fahren lassen. Gemeinsam beginnen sie, die Erstbesteigung vorzubereiten. Mit dem Fahrrad machen sie sich auf den Weg ins Berner Oberland. Dort kampieren mittlerweile mehrere Seilschaften am Fuß der Nordwand, denn die Aussicht auf olympisches Gold zieht die Bergsteiger-Asse aus ganz Europa magnetisch an den Eiger. Dass sie dort auch auf die beiden Österreicher Angerer und Rainer treffen würden, die sie von früheren Bergtouren her bereits kennen, überrascht Toni und Andi nicht.

Luise, die mit Arau schon vor Ort recherchiert, ist erstaunt, Toni und Andi nun doch wieder zu treffen. Arau ist vom Mut und der Risikobereitschaft der Deutschen und der Österreicher fasziniert und lädt die vier Bergsteiger zum Dinner in das Luxus-Hotel Bellevue auf der Kleinen Scheidegg mit Blick auf die Eiger Nordwand ein. Das Hotel ist bereits komplett mit sensationslustigen Touristen und Journalisten ausgebucht. Unter den Gästen befinden sich auch der österreichische Industrielle Emil Landauer (Erwin Steinhauer), der mit seiner Frau Elisabeth (Petra Morze) ein paar Tage in den Bergen verbringen will, und den Arau vom ersten Zusammentreffen an versucht, in eine politische Diskussion über den Anschluss Österreichs an Deutschland zu verwickeln. Alle sind gespannt, wer das Rennen am Eiger gewinnen wird. Und für Arau und Landauer geht es dabei nicht nur um die sportliche Leistung.

Und so verläuft der Abend mit den Bergsteigern anders als geplant. Als Toni auch noch bemerkt, das Arau ein Auge auf seine Jugendliebe geworfen hat und Luise sich offensichtlich dadurch geschmeichelt fühlt, hält er es nicht mehr aus. Die aufkeimende Eifersucht treibt ihn vorzeitig zurück ins Bergsteiger-Camp. Fast schon ungeduldig wartet er von nun an auf den Moment, in dem sie in die Nordwand einsteigen können. Zwei Nächte später lässt endlich der Dauerregen nach und es ist soweit: Sternklare Nacht, der Aufstieg kann beginnen. Vorher geht Toni zu Luise ins Hotel, um sich zu verabschieden, und übergibt ihr sein Tourenbuch, das er bisher bei jeder seiner Klettertouren dabei hatte. "Zu viel Gewicht" ist seine Erklärung, aber Luise befürchtet, dass es Tonis gefährlichste Tour ist und dass dies der wahre Grund ist. Mit einem leidenschaftlichen Kuss verabschieden sich die beiden voneinander.

Kurz darauf, die Nacht ist noch nicht vorüber, steigen Toni und Andi in die Wand ein. Ihr Aufbruch bleibt nicht unbemerkt und schon bald folgt auch die österreichische Seilschaft mit Edi und Willy. Zunächst verläuft der Aufstieg schnell und ohne Komplikationen. Doch vor Erreichen des ersten Eisfeldes stehen die Bergsteiger vor dem ersten schwierigen Hindernis: eine steile Plattenzone versperrt den Zustieg. Andi, dem besten Kletterer unter den vieren gelingt es mit einem Pendelquergang, auf die andere Seite zu gelangen. Toni sowie die österreichische Seilschaft können nun nachqueren, das nicht mehr benötigte Seil wird abgezogen. Damit ist eine Rückkehr auf diesem Weg versperrt.

Immer noch getrennt, steigen die beiden Seilschaften über das erste Eisfeld nach oben, als Willy durch einen Steinschlag am Kopf schwer verletzt wird. Er will weiter aufsteigen, im Hinblick auf seine Verletzung beschließen die vier Bergsteiger aber, den Aufstieg nun zusammen fortzusetzen. Derweil werden sie gespannt von Schaulustigen und der Weltpresse, darunter auch Luise und Arau, von den Hotelterrassen auf der Kleinen Scheidegg mit Fernrohren beobachtet. Arau diktiert per Telefon die Schlagzeilen nach Berlin.

Nach der ersten eiskalten Nacht im Biwak in der Nordwand steigen die Kletterer weiter über das Eisfeld nach oben. Doch das Wetter verschlechtert sich zunehmend und Willys Zustand entwickelt sich kritisch, was die vier Bergsteiger wertvolle Zeit kostet. Als Toni und Andi nach einer zweiten Nacht am nächsten Morgen weitergehen wollen, beschließt Edi mit dem schwer verletzten Willy umzukehren. Toni weiß, dass Edi es alleine nicht schaffen kann – sie würden die Österreicher damit dem sicheren Tod überlassen. Doch Andi will keinesfalls aufgeben, hat den Gipfel vor Augen, will nicht wahrhaben, dass es keine Alternative zur gemeinsamen Umkehr gibt. Wie im Wahn redet er auf Toni ein. Aber Toni weiß, dass es keinen anderen Weg gibt als die Umkehr. Enttäuscht, doch gemeinsam, beginnen die vier den Rückweg über die Aufstiegsroute.

Der Rückzug wird auch von der beobachtenden Presse registriert. Arau ist enttäuscht über die geplatzte Sensationsstory und will die Koffer packen. Doch schnell spürt er, dass der Rückweg im Schneesturm zu einer schlagzeilenträchtigen Tragödie an der "Mordwand" werden könnte. Angewidert von Araus Sensationslust, kommt es zum Bruch zwischen Luise und dem Reporter…

Autor/Bearbeitung: Frank Ehrlacher

Update: 31.01.2019


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